… wieder so ein augenroll Tag …

Nach 4 Stunden Schlaf aufgestanden, heute ist wieder unser Augenroll Tag …! Anders lĂ€sst sich das nicht beschreiben.
Na, super, nun hÀng ich mit dem Band meines Oberteiles in der Kaffeetasse. Bingo.

Wir haben heute wieder Therapie und danach fĂŒhlen wir uns meist wie vom Bus ĂŒberfahren oder wie drei mal durch den Mixer gedreht. Schon beim aufstehen schreit es, ne, keinen Bock, was soll das bringen und dann aber wieder jeah, endlich ist die Woche rum und wir können wieder wir sein, ohne was zu verstecken und wieder quatschen. Das geht meist die ganze Zeit so zwischen den Sitzungen. Mittlerweile brauche ich mehrere Tage um mich davon zu erholen.

100 Minuten sind schon hart, das ist mega anstrengend. Auf der Fahrt dahin hat man nochmal lange Zeit sich im Kopfkino zu verlieren. Was wir alles sagen und fragen wollen ist zwischen den Sitzungen ganz klar, aber kaum dort angekommen ist meist erstmal Stille.

Auf dem Weg dorthin kann es aber auch vorkommen das wir alles ausblenden, Musik auf die Ohren, die Menschen um uns rum genau beobachten, immerhin sind wir fast eine Stunde mit der Bahn unterwegs und danach wieder die gleiche Strecke zurĂŒck.

Manchmal laufen wir auch um die 7 km zu Fuss auf dem RĂŒckweg, das höchste war mal um die 10 km.

Oder wir setzen uns in ein Kaffee, wenn das Wetter er zulĂ€sst natĂŒrlich und dann dauert es keine 5 Minuten und wir bekommen „Besuch“ von jemandem der uns nicht wohlgesonnen ist aber uns nichts tut, sondern guckt was wir so machen, und zwar so offensichtlich das klar ist was das bewirken soll. Nein wir leiden nicht an Paranoia, einige von Euch kennen das vielleicht selbst. Aber ich werde mich nicht davon abhalten lassen, Dinge zu tun die, ich brauche um zu versuchen den Kopf frei zu bekommen. Ich werde mich nicht davon abhalten lassen zu leben und raus zu gehen!

Mein Mann möchte das ich mich immer zwischendurch melde, das ich mich melde wenn ich angekommen bin, wenn ich fertig bin und auf dem nach Hauseweg bin. Am liebsten wĂŒrde er mich bringen und abholen, aber das möchten wir nicht.

Das faszinierende ist, es gibt kaum wertschÀtzende Innenkommunikation, im Grunde gibt es fast gar keine Kommunikation, aber in dem Punkt scheinen sich alle einig.

Die Minis haben Redebedarf aber meist springt jemand nach vorne, welcher der Meinung ist, die mĂŒssen geschĂŒtzt werden und das ginge nicht. Manchmal wird auch jemand nach vorne geschupst, der das gar nicht will. Aber das gute ist unser Thera ist auf alles gefasst und er beschĂ€ftigt sich dann mit dem, der vorne ist. Er glaubt das hat dann schon so seinen Grund und er schickt auch niemanden weg, jeder ist dort willkommen. Da kann es schon auch vorkommen das jemand da sitzt und erzĂ€hlt er wolle gar nicht mit ihm reden, dann wird gefragt, naja, warum sind sie denn jetzt hier? Und schon ist man mittem im GesprĂ€ch.

Ich kriege das meist ganau mit,, bin aber null handlungsfÀhig und kann da nichts steuern oder beeinflussen. Das passiert einfach.

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