… miese Laune …

…. aufgestanden, miese Laune, es gibt eigentlich keinen Grund, meine beiden Lieblingsmenschen sind außer Haus, die Katzen liegen irgendwo rum und pennen und ich hab miese Laune. Kaffee aufsetzen, der Mann hat noch eine Tasse ĂŒbrig gelassen, das wird aber nicht reichen, bei meinem Kaffeekonsum, erstmal einen einschenken und ne Runde rumheulen. Draußen ist absolut phantastisches Wetter, strahlend blauer Himmel und ich hab miese Laune. Einfach so.

Eine der Katzen hat in die KĂŒche gekotzt (jeder der Katzen hat, kennt das sicher), keinen Bock das weg zu machen, scheiß Katzen kommt in den Sinn, was kotzen die auch in die Wohnung. Passiert sind halt Katzen hör ich.

Der Kaffee schmeckt zum kotzen und sich ne Fluppe an zu zĂŒnden ist auch keine gute Idee, diese scheiß Raucherei aber vielleicht krepieren wir ja daran, aber soviel GlĂŒck haben wir ja nicht, ich meine wir kennen das ja aus der Familie, absolut unverstĂ€ndlich das ich ĂŒberhaupt rauche, wie unvernĂŒnftig. Immerhin ist meine liebreizende Familie ja da erfahren, alles dabei vom Lungenkrebs, Brustkrebs und GebĂ€rmutterhalskrebs. und was mach ich, ach Vorsorgeuntersuchungen, wozu? Geht man halt nicht hin. In Anbetracht der Tatsache das ich erst mit ĂŒber 30 ĂŒberhaupt das erste mal bei einem FA war … aber auch nur weil ich schwanger geworden bin, vorher haben wir das hier auf das Ă€ußerste vermieden. Auch absolut unverantwortlich! Oder aber doch auch nicht, ich mein wer geht da schon gerne hin und in Anbetracht meiner Geschichte noch viel eher nachvollziehbar, aber unvernĂŒnftiger geht es gar nicht.

Raubbau am eigenen Körper, könnte daran liegen das kein Bezug vorhanden ist, lediglich nach der Diabetes Diagnose, ging es eine ganze Weile, strikte ErnĂ€hrungsumstellung, Gewichtsverlust von ĂŒber 30 kg. Dann haben wir das rauchen auch noch aufgegeben und etwas ĂŒber 2 Jahre auch durchgehalten. Dann gab es jemanden der mein Kind nicht gut behandelt hat, mein Impuls demjenigen mal die Fr***e zu polieren wurde nicht in die Tat umgesetzt, ne ich hab mir ne Fluppe angezĂŒndet und dann heimlich geraucht, das muss man sich mal vorstellen als erwachsene Frau heimlich rauchen.

Ich stand vorm Spiegel und hab immer noch ne fette Kuh gesehen, andere haben gesehen das da Gewicht weg war aber fĂŒr mich war das nicht so, kein GefĂŒhl kein sehen und so, lediglich die Klamotten schlackerten und die Hosen passten nicht mehr. Der Mann einer Freundin sagte mal, man könne gar nicht erkennen was ich fĂŒr eine Figur hĂ€tte, ich wĂŒrd ja immer nur in Schlabberklamotten rumlaufen. Ja, wenn keiner was sieht, bin ich auch nicht interessant, wenn ich nur fett genug bin interessiert sich auch kein Mann fĂŒr mich, hat ja echt super funktioniert, konnte ja keiner ahnen das mein Mann da anders tickt. Naja und da gabs auch noch andere fĂŒr die da nicht uninteressant war.

Schmerzen kann man auch wunderbar ignorieren, neulich sogar so gut, das es mich ins Krankenhaus brachte fĂŒr mehrere Tage, so eine BlasenentzĂŒndung kann man so lange ignorieren bis es zu einer NierenbeckenentzĂŒndung wird und man in der Notaufnahme landet.

Naja, wenn wir zum Arzt gehen sitzen wir ja meist da und lÀcheln, kein Wunder das man nicht ernst genommen wird. Einfach die Schmerzen weglÀcheln ach uns geht es ja soooo super, das Leben ist toll und bra.

Der Brustkorb fĂŒhlt sich an wie in einem Schraubstock eingespannt, der ganze Körper ist verspannt, das wird auch nichts mehr denken wir. NatĂŒrlich könnten wir zum Arzt gehen, dann gibts ein paar bunte Pillen die eh nicht wirken. Normale Schmerzmittel? Hahahaha, da mĂŒssen wir uns schon die 5fach Menge reinfahren um ĂŒberhaupt eine Wirkung zu haben. Das war im Krankenhaus bei der NierenbeckenentzĂŒndung so, hammer, nichts wirkte. Im Bett liegen ging auch nicht. Also stĂ€ndig das Teil mit den Infusionen durch die Gegend schiebend unterwegs im Klinikgarten.

Das kennen wir aber auch schon aus der psychosomatischen ersten Klinik, in der wir waren wegen Depressionen, haha, nicht schlafen können, da gibt es ja auch Medikamente die helfen sollen, ja, soweit so gut, bei meinen Mitpatientinnen halfen die gut, ich war schon bei der Höchstdosis angelangt und null, ich war so wach ich hĂ€tte den Klinikflur streichen können. Na immerhin haben die mich nachts dann nach draußen gelassen zum rauchen, sehr mutig von denen. Aber die kannten sich ja nicht aus. Da gabs das erste mal ein Hinweis auf die DIS, hat aber keiner angesprochen, allerdings haben die auch gesagt ich soll in eine Trauma Fachklinik. Da war ich drei mal … warum hab ich mir das eigentlich angetan? Einmal nach einem EinzelgesprĂ€ch bin ich einfach abgehauen und war irgendwann zu Hause, habe aber keinen Schimmer wie ich nach Hause gekommen bin.

Da war ich dann im Anschluss. Naja, was soll ich sagen, nicht ĂŒberall wo das drauf steht ist auch das drin was draufsteht. Da war auch alles dabei, von unmöglichen PflegekrĂ€ften, grenzĂŒberschreitenden Mitpatientinnen und der Oberarzt war der BrĂŒller in der wöchentlichen Visite, wobei man sich da eher fĂŒhlt wie auf der Anklagebank, da gab es mal eine Visite da fragte er ob ich was mitgebracht hĂ€tte zum besprechen, ja hatte ich dann sagte er dafĂŒr wĂ€re keine Zeit das zu besprechen, warum zum Henker fragt er dann?

Übergriffige Mitpatientinnen, eine war ein paar Stunden erst da und quatsche mich in der Raucherecke an und erzĂ€hlte mir detailgetrau von ihren Vergewaltigungen. Als sie fertig war mit erzĂ€hlen drehte sie sich rum und ging weg.

Eine andere, mischte sich ungefragt in ein GesprĂ€ch ein, ich unterhielt mich mit einem Mitpatienten und sie wollte an uns vorbei und hat irgendeinen GesprĂ€chsfetzen aufgeschnappt, blieb stehen sah mich an und raunzte mich an was MIR einfallen wĂŒrde, IHR ginge es viel schlechter und ich hĂ€tte ĂŒberhaupt keine Berechtigung in der Klinik zu sein und ich solle mich nicht so anstellen und FROH sein das es mir nicht so ging wie ihr,. sprach das aus und ging weiter.

Sie war den zweiten oder dritten Tag da. Ich landete daraufhin in einem dazwischen geschobenen EinzelgesprĂ€ch, da gelang mir die Abgrenzung null, denn es traf genau einen Punkt bei mir, nach dem Motto, stell Dich nicht so an, anderen geht es schlechter und was willst Du ĂŒberhaupt hier, du hast das gar nicht nötig, du nimmst nur jemandem den Platz weg und du hast es eh nicht verdient das man dir hilft, das ganze Programm spielte sich ab im Kopf.

Am nĂ€chsten Tag war die gute nicht mehr in der Klinik, man hat sie rausgeworfen. Allerdings gab es im Vorfeld mit der schon ein Problem, sie prĂŒgelte sich mit einer Pflegekraft. Sie kam zu spĂ€t zur Gruppensitzung und die Regel ist halt dort gewesen, wer zu spĂ€t kommt, kann an der Stunde nicht mehr teilnehmen. Das hat sie nicht verstanden und randalierte vor der TĂŒr rum, die Pflegekraft, welche fĂŒr die Gruppensitzung verantwortlich war, sprang sofort drauf an und wir hörten dann nur noch StĂŒhle fliegen und rum Geschreie vor der TĂŒr,, nachdem die Pflegekraft den Raum verlassen hatte. Die Pflegekraft hatten wir ohnehin schon vorher gefressen, diese hat versucht mir den Mund zu verbieten. Sagte sowas wie, ich wĂŒrde meine Meinung nur Ă€ußern um sie zu Ă€rgern und ich solle meinen Mund halten.

Ich wagte es nĂ€mlich eine andere Meinung zu haben als sie. Das hat sie mit anderen Mitpatienten auch gemacht. Weil wir Patienten sind ja alle minderbemittelt und so … sie weiß es besser und andere Meinungen als ihre sind pauschal falsch. Ich sage es mal so, wir sind zwar seelisch erkrankt oder angeschlagen oder wie auch immer man das bezeichnen möchte, aber wir sind nicht dumm! Sie wusste auch immer, wie man sich zu fĂŒhlen hat. Sie war empathisch wie ein StĂŒck Toast.

Dann kam ein neuer Mitpatient und dieser hat mich so dermaßen getriggert das nichts mehr ging, ich sprach das an und bat darum einer anderen Gruppe zu gewiesen zu werden, das wurde abgelehnt, ich solle das aushalten lernen. Dieser suchte aber auch Kontakt zu mir, setzte sich neben mich in der Gruppe und hat auch außerhalb versucht mich kennen zu lernen. Mir wurde dann noch gesagt wenn ich damit ein Problem hĂ€tte mĂŒsse ich halt die Klinik verlassen.

Das wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht, also haben wir uns zusammen gerissen und den Mitpatienten angesprochen und ihm erklĂ€rt das er sich bitte von uns fernhalten solle, da er uns massiv triggert. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was das fĂŒr ein Kraftakt war. Er hat sich dann auch daran gehalten, aber das lustige daran war, mit der Zeit bin ich immer mal wieder auf ihn zugegangen, hab mit ihm geredet und es stellte sich dann irgendwann mal raus, das wir uns aus einem anderen Kontext heraus von frĂŒher kannten, also ich weiß davon nicht wirklich was aber jemand anders anscheinend.. Aus einer Zeit, wo ich noch keinen Mann und kein Kind hatte und regelmĂ€ĂŸig feiern gegangen bin. Wir kannten uns aus der schwarzen Szene. Das erklĂ€rte auch warum er versuchte mit mir in Kontakt zu kommen. Warum er uns triggerte wissen wir bis heute nicht. Aber wir haben uns nach dem Klinikaufenthalt ein paar mal privat getroffen, das verlief dann aber irgendwann im Sand.. Mein Mann immer nur so, nur gucken, nicht anfassen.

Da war aber nie was, er ist nicht mein Typ gewesen und ich nicht seiner. Mal ganz davon ab wĂŒrde ich meinen Mann nie betrĂŒgen oder belĂŒgen, warum sollte ich das tun? Dann brĂ€uchten wir ja auch nicht zusammen zu sein. Naja mal ganz davon ab, Sex und so ist ja nun auch nichts was wir naja, vielleicht wisst Ihr was ich sagen will. Nicht unsere LieblingsbeschĂ€ftigung und so.

Das werden wir hier an dieser Stelle nicht weiter vertiefen, es wurde ohnehin schon viel zu viel geschrieben! Ich lasse das mal so durchgehen, da es anscheinend jetzt besser geht. Zur besseren Lesbarkeit werde ich jetzt noch ein paar Fotos einfĂŒgen.

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