… Mobbing und anderes, Teil 1 …

… oh jeah, oh jeah, oh jeah, anscheinend schie├čen uns heute zig Dinge in den Kopf wor├╝ber man alles schreiben k├Ânnte, an Dingen, welche uns im Laufe des Lebens passiert sind (keine Sorge ├╝ber ganz spezielle Sachen werden wir hier nicht im Detail schreiben).

Wenn ich jetzt so dar├╝ber nachdenke, frage ich mich, ob es irgendwie ├╝berhaupt mal was positives gegeben hat? Oder liegt das eher daran, das man die schlechten Dinge mehr verinnerlicht? Oder liegt das daran das wir seit klein auf irgendwie ja auch diese Dinge irgendwie eingepflanzt bekommen haben, sind wir deswegen vielleicht auch im Stande gewesen andere Dinge auszuhalten ohne verr├╝ckt zu werden? Keine Ahnung, das viele sein hat vielleicht geholfen das andere auch noch auszuhalten? W├Ąre jetzt so eine Vermutung, k├Ânnte man dann vielleicht auch positiv betrachten das wir viele sind, wie seht ihr das?

Vielleicht ist es auch gar nicht verwunderlich das uns andere Dinge auch nicht aus der Bahn geworfen haben? Ich mein, wenn man es nicht anders kennt seit Kindergartenalter. Zumindest sind ab da die ersten Erinnerungen vorhanden, waren schon vorhanden bevor wir ├╝berhaupt an Therapie dachten. Aber das wurde an anderer Stelle glaube ich schon mal kurz angerissen.

Irgendjemand sagte mal zu uns, das wir stolz darauf sein k├Ânnten das wir die Schule, Ausbildung, Berufsleben so hinbekommen h├Ątten mit unserem Hintergrund. Andere w├Ąren schon fr├╝her daran zerbrochen. Stolz? Wieso stolz, und was hat das mit anderen zu tun und was sollen diese vergleiche? Mal ganz davon ab, sollte man stolz darauf sein das man einfach immer nur irgendwie funktioniert hat und immer nur maskiert durch sein Leben gelaufen ist? Sollte man nicht eher darauf stolz sein, wenn man sich fr├╝hzeitig Hilfe holt, weil man erkannt hat das irgendwas nicht stimmt? Kann man auf funktionieren stolz sein? Also mir f├Ąllt da kein plausibler Grund ein auf reines funktionieren k├Ânnen stolz zu sein..

Gelernt habe ich jedenfalls, Schw├Ąche zu zeigen macht einen angreifbar. Deswegen wird das auch vermieden, deswegen wird auch so gut wie nie um Hilfe gefragt, auch beim Partner nicht. Ist schon komisch. Wenn aber bei uns jemand um Hilfe fragt, springen wir sofort und sind zur Stelle, das wurde auch das ein oder andere Mal ausgenutzt. Heute wisse wir das, damals war uns das nicht klar.

Mobbing zieht sich auch durch unser Leben, fr├╝her nannte man das ja noch nicht Mobbing. Ich erinnere mich z.b. an fieses Mobbing ab dem ca. 14 Lebensjahr, weiterf├╝hrende Schule, Mobbing von Lehrern und Mitsch├╝lern und Nachbarn.

Aber was einen nicht umbringt macht einen nur h├Ąrter schie├čt mir da in den Kopf. So weit wir zur├╝ckdenken k├Ânnen, waren wir immer anders. Keine Ahnung, es gab schon immer das Gef├╝hl nicht dazu zu geh├Âren, nirgends, so als w├Ąre man irgendwie nur ein Komparse in einem schlechten Film. Oder eine Figur auf einem Spielfeld, welche von A nach B geschoben wird, wie es anderen Menschen eben in den Kram passte.

Das ist auch heute noch so, ich kann unter vielen Menschen sein und es f├╝hlt sich doch an, als w├Ąre man alleine, durchaus auch mal unter Freunden.

In der weiterf├╝hrenden Schule z.b. verfassten mal ein paar andere Sch├╝ler einen Hassbrief ├╝ber mich, kopierten den und hingen diesen ├╝berall in der Schule aus. Ich wei├č nicht wie viele Sch├╝ler den gelesen haben. Ich tat so als w├╝rde ich mir ein Ei drauf pellen und als w├Ąre mir das sowas von egal. Abgestumpft und maskiert und dann noch dr├╝ber lachend, ja, ich wei├č da gibt es im System jemanden, der alles witzig findet und insbesondere solche Dinge und sich dann anf├Ąngt totzulachen. Ich finde das jedenfalls alles andere als witzig!

Wir wurden auch mal auf dem nach Hause weg von der Schule von anderen Kindern mit Steinen beworfen und die ├╝belsten Beschimpfungen wurden uns dabei zugerufen. Ich w├Ąre eine Nutte und sowas und meine Mutter w├Ąre die Puffmutter (naja was soll ich dazu sagen, im Grunde war das ja richtig, nur war ich wohl unfreiwillig gezwungener ma├čen so etwas in der Art, das war mir aber damals gar nicht klar).

Ich habe das dann z.b. meiner Mutter erz├Ąhlt und ihr glaubt nicht, was ihre Antwort war. Klar, ihre Antwort war ich w├Ąre selber schuld, ich w├╝rde das ja so wollen und ich solle mich doch mal angucken. Ich h├Ątte das verdient das man mich mit Steinen bewirft usw. usf.! Zack, das sa├č.

Wenn ich mir ├╝berlege, das w├╝rde meinem Kind passieren ich w├╝rde zur Furie, ernsthaft! Wie kann eine Mutter sich nicht sch├╝tzend vor Ihr Kind stellen? Diese Frage kann ich leider nicht mehr beantwortet bekommen, denn meine lebt nicht mehr.

Ach so, ich bin im ├╝brigen auch daran schuld, das mein Vater meine Mutter verlassen hat. Kaum war ich auf der Welt hat er sich aus dem Staub gemacht. Ich musste mir auch Jahrelang anh├Âren, wenn es mich nicht g├Ąbe w├Ąre mein Erzeuger geblieben, ich w├Ąre selbst an allem Schuld. Missbrauch und so, DAS w├╝rde ich mir einbilden, ich h├Ątte halt eine bl├╝hende Phantasie und ich w├╝rde sowieso nur ├ärger machen und mich wolle eh keiner und ich w├Ąre an allem selber schuld. Mein Erzeuger schl├Ągt im ├╝brigen in die gleiche Kerbe, ich w├Ąre schuld und ich w├Ąre auch schuld daran das er sich (angeblich) Jahrzehnte nicht gek├╝mmert (anscheinend ht er sich doch gek├╝mmert aber naja auf eine andere Art und Weise) und gemeldet hat, denn ich h├Ątte ich als dreij├Ąhrige ja z.b. nicht darum gebeten das er sich meldet, das w├Ąre doch die Aufgabe der Kinder daf├╝r zu sorgen das die Eltern sich auch k├╝mmern.

Er h├Ątte mich eh nie gewollt und lauter weitere nette Sachen musste ich mir anh├Âren, denn so dumm wie ich als ich ├Ąlter war immer den Kontakt zu ihm gesucht. Nun gut, er spielt selbst auch eine Rolle in dem ganzen. War mir nicht klar aber ist so.

Aufgewachsen bin ich auf einem Dorf irgendwo im nirgendwo …. heute wohne ich einige hundert km von dort entfernt und es war die beste Entscheidung mich da raus zu ziehen, wenn es auch im innen Leutchens gibt die gerne wieder zur├╝ck wollen, naja muss man nicht erkl├Ąren, denke ich.

Auch schon wieder soviel Text, ne, ich mach ne Pause, …

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