… Mobbing und anderes, Teil 2 …

ich merke irgendwie überfordert es ein wenig weiter zu schreiben, tue es jetzt aber doch. Ist schon komisch sich das geschriebene hier selbst durch zu lesen. Bei einigem kann ich nur nicken und anderes kommt mir vor, als gehöre es nicht zu mir. Aber in gewisser Weise gehört es doch zu mir, wenn auch jemand anderes diese Dinge erlebt und niedergeschrieben hat.

Das mit dem Mobbing und dem anderen Zeug, naja, es berührt mich emotional irgendwie nicht.

Nach meinem Auszug, rückblickend betrachtet in einer Nacht und Nebel Aktion, raus und weg und Tschüß.ging es mir doch einige Zeit wirklich gut. Ich stürzte mich eben ins Nachtleben.

Nach zwei Wochen in der neuen und mir unbekannten Stadt hatte ich dann bereits einen neuen Job und auch einige neue Freunde, in der Szene halt, das war kein Problem, klar, große Stadt, viele Möglichkeiten sich auszutoben und das tat ich. Alkohol. hin und wieder ein paar Joints und so. Härtere Sachen habe ich nie ausprobiert, konsumiert habe ich meist wenn ich alleine war und das half gut beim einschlafen, da war immer eine Stimme im innen die das geregelt hat, das wir uns nicht in unnötige Gefahr bringen. Sollte mein Kind auf diese Ideen kommen, dann brennt hier die Hütte (im übertragenem Sinne, also bildlich gesehen).

Das war wirklich eine gute Zeit.

Wenn mein Kind wüsste was ich in der Pubertät so alles gemacht habe als ich noch zu Hause wohnte, oh jeah. Ich lebte stellenweise nach dem Motto, wer sich in Gefahr bringt kann darin umkommen, auch hier hatten wir mit dieser Strategie kein Glück. Weiß auch nicht, wie ich es schaffte in der weiterführenden Schule zu springen. Ich tat nie einen Handschlag für die Schule. Meine Lehrer waren aber der Meinung ich würde mich im Unterricht langweilen. Es hat sich auch nie jemand dafür interessiert ob ich was für die Schule tat

Abi machen wurde mir verboten … ich wurde gezwungen eine Ausbildung zu machen, die ich hasste. Frauen bräuchten das angeblich auch nicht, schließlich wären Frauen weniger Wert als Männer und das ganze Programm wurde aufgefahren. Heute frage ich mich wie ich das eigentlich geschafft habe mich daraus zu befreien, ich weiß es nicht. Anscheinend war da jemand der ausbrechen wollte.


Nach einem Jahr wechselte ich dann den Job und arbeitete wieder in meinem erlernten Beruf, der Horror, mitten in eine Mobbing Firma geraten. Hier mobbte die Chefin und Geschäftsleitung selbst. 2 Jahre habe ich durchgehalten dann wurde ich das erste mal extrem körperlich und seelisch krank, also so richtig offensichtlich, es folgte ein nicht erfolgreicher Suizidversuch.

Irgendjemand hat Mister X gesagt, man würde es bedauern das sie uns nicht bereits als Kind getötet hätten, denn tot wären wir doch sowieso, nur der Körper lebe weiter.

Die ersten Suizidgedanken hatte ich bereits im Grundschulalter, beginnend mit dem ca. 6 oder 7 Lebensjahr. Das weiß ich, aber warum und wieso, dazu habe ich bis vor kurzem noch keinen wirklichen Zugang gehabt.


Die Polizei und so war dann auch vor Ort und ich konnte sie davon überzeugen, mich nicht zwangs ein zu weisen. Hahaha, irgend jemand von den Innies hat da gute und überzeugende Arbeit geleistet.

Jedenfalls kündigte ich danach fristlos. Ich hatte aber auch bereits einen neuen Job in Aussicht, allerdings kam ich vom Regen in die Traufe (oder wie sagt man?).

Eine neue Wohnung suchte ich mir auch.

Schlussendlich fand ich dann auch irgendwann eine Festanstellung, nach verschiedenen Jobwechseln. Im festen Job, fing das Mobbing dann an als ich aus dem Erziehungsurlaub in Teilzeit wieder dort anfing. In der Zwischenzeit hatte ich bereits auch nach der Geburt meines Kindes Depressionen und Suizidgedanken. Was mich wirklich irgendwie am Leben hielt war die Liebe zu meinen beiden Lieblingsmenschen. Keinen wollte ich ins Unglück stürzen.

Auch das habe ich dann einige Jahre gut maskieren können. Bis schlussendlich gar nichts mehr ging. Der Auslöser war die plötzliche und absolut unerwartete Erkrankung meines Mannes. Er wurde Zeuge eines erfolgreichen Suizides. seit dem ging bei ihm nichts mehr, wie aus dem Leben gerissen.

Dann saß ich da mit einem hoch depressiven Mann, einem Kleinkind und einem Job in dem ich auch wieder gemobbt wurde. Und den sich ständig aufdrängenden Erinnerungen und Flashbacks, welche ich über Jahre hinweg immer irgendwie wegdrücken konnte Das zog dann auch mir endgültig den Boden unter den Füßen weg.

Mein Man ging dann in eine Klinik, dort wurde ihm super geholfen er ist was das anbelangt wieder gesund. Er war insgesamt 2 x in einer Klinik. allerdings kündigte man ihn dann.

Nun ja und als er wieder auf den Beinen war, fing ich an mir Hilfe zu suchen.

Natürlich gibt es noch ein etliche weitere kleine, wie größere Erlebnisse, die ich hier weiter nicht erwähne.

Irgendwann bricht so ein Kartenhaus einfach zusammen und we weiß wozu es gut ist. Jahrelang hab ich immer gesagt, ICH brauche doch keine Hilfe, läuft doch alles super und so, nun gut wie man merkt ich war Meisterin im Maske tragen und funktionieren und es fällt in der Tat sehr schwer das mir das nicht mehr so hervorragend gelingt.

Man kann anscheinend nur eine bestimmte Zeit lang den Ball unter Wasser halten oder den Topfdeckel nur bis zu einem gewissen Grad auf den Kochtopf drücken,.

Zu meinem Mann muss ich dann natürlich noch sagen ,-) er ist ein hervorragender Vater unser Kind liebt ihn abgöttisch und die beiden sind wie Arsch auf Eimer. Und zu 95 Prozent sind wir uns einig was unser Kind anbelangt. Da wo ich zu gluckig bin schafft er den Ausgleich ,-). Glaubt mir ich bin eine Glucke hoch drei. Glucke ja, aber KEINE Helikopter Mutti.

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