… positiven Seiten einer DIS? Gibt es das …? …

Ich wei├č, ich wei├č, ich wei├č, das ist sicher so ein Thema f├╝r sich und egal was man so niederschreibt es wird vielleicht immer irgend jemand sich angegriffen f├╝hlen, selbst dann, wenn man diese ├ťberlegungen nur rein f├╝r sich selbst und seine eigene Situation betrachtet.

Das hier sind nur meine rein subjektiven Gedanken dazu, ich kann es nicht im Ansatz beurteilen wie das bei anderen ist und das will ich gar nicht und steht mir auch in keiner Weise zu! Ich laufe nur in meinen eigenen Schuhen und andere Systeme tragen komplett anderes Schuhwerk und gehen andere Wege.

Jeder sollte den Weg gehen, welchen er oder sie f├╝r richtig erachtet.

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Ich habe bereits das ein oder andere Mal gelesen und auch geh├Ârt und gesehen auf diversen Plattformen, da├č manche Systeme f├╝r sich selbst das viele sein auch positiv betrachten.

Mir pers├Ânlich f├Ąllt das f├╝r uns hier schwer, wir halten es ja noch nicht einmal f├╝r positiv als sogenannte ├ťberlebende bezeichnet zu werden. Denn es stellt sich hier ganz oft die Frage, was ist daran positiv ├╝berlebt zu haben? Zu welchem Preis haben wir ├╝berlebt? Wir f├╝hlen uns oft mehr tot als lebendig, der K├Ârper funktioniert mal mehr mal weniger, manche hier funktionieren hervorragend, glauben sie …, nach au├čen klar, aber wenn man genauer hinschaut, sp├╝ren auch sie das etwas nicht in Ordnung ist. Defacto gibt es hier niemanden der so g├Ąnzlich voller Freude und unbeschwert durch sein Leben geht, auch keiner derjenigen die im Alltag alle Dinge managen.

Ich wei├č nicht, wie das bei anderen ist, vergleiche n├╝tzen da auch nichts, da jeder ja seine eigene Lebensgeschichte hat.

Manche unterscheiden sich hier nur in minimalen Nuancen, so da├č es selbst f├╝r Mister X schwierig ist das zu unterscheiden. Er sagte mal manche Wechsel finden schon so geschickt und unauff├Ąllig statt das selbst sein geschultes Auge mehrmals hinschauen mu├č. Andere Wechsel sind (zumindest in der Therapie) sofort zu erkennen und andere dauern minutenlang und dann sieht man w├Ąhrend dessen das sich u.a. zeigt, da├č mehrere gleichzeitig involviert sind, falls das schl├╝ssig ist, wo regelrecht darum gek├Ąmpft wird wer jetzt „├╝bernehmen“ darf und ich krieg das mit und kann nicht eingreifen wei├č nur wie mega anstrengend das ist und es nervt, es bereitet k├Ârperliche Schmerzen. Der seit Jahren vorhandene beidseitige Tinnitus steigert sich dann extrem das ist ein erstes Anzeichen und der Kopf f├╝hlt sich an als w├╝rde er gleiche explodieren.

Vielleicht kann man lernen das zu steuern durch funktionierende Absprachen und Kompromisse? Keine Ahnung dazu m├╝├čte dann auch jeder bereit sein, das gestaltet sich eben schwierig, weil wir keinen Schimmer haben, wie viele eigentlich da sind, die sich zeigen k├Ânnten, wenn sie denn alle wollten.

Ja und wenn es ganz komisch l├Ąuft, wird auch irgend jemand nach vorne geschupst, der das gar nicht will, der gar nicht vorne sein will, weil er oder sie das nicht kennt und auch nicht m├Âchte und dann ├╝berfordert ist mit der Situation.

Wir haben auch noch nie nachgefragt wie viele wir sein k├Ânnten, weil es f├╝r uns keine Rolle spielt. Also ich z├Ąhle da gar nicht mit, ich habe sowieso den ├ťberblick verloren. *lach*

Da wir hier also schon ein generelles Problem damit haben, es als positiv zu betrachten ├╝berlebt zu haben, f├Ąllt es vielleicht deswegen schwer das positive an der Situation zu sehen.


Warum haben wir ├╝berlebt? Wozu, was f├╝r ein Sinn steht dahinter? ├ťberlebt, um sein ganzes Leben nur so vor sich hinzuleben, ohne sich je richtig freuen zu k├Ânnen, ohne je irgendwie N├Ąhe wirklich zu lassen zu k├Ânnen und von einem erf├╝llenden Sexleben will ich gar nicht erst anfangen zu reden, da├č unser Mann das mitmacht, Hut ab, wobei wir ihm schon mal gesagt haben, wenn wir ihm das nicht geben k├Ânnen, er h├Ątte die Erlaubnis sich das woanders zu holen, daraufhin fragte er nur, ob wir nicht mehr alle Latten am Zaun h├Ątten.

Was ist positiv daran das im Innen leiden stattfindet, das man nicht an die im innen so richtig rankommt, die leiden, was ist positiv daran zwar zu funktionieren aber irgendwie nie das Gef├╝hl zu haben irgendwo auch wirklich dazu zu geh├Âren oder so gut wie nie in der Lage ist sich fallen zu lassen, einfach mal den Moment genie├čen, N├Ąhe genie├čen k├Ânnen und vor allem auch zu lassen zu k├Ânnen, an manchen Tagen geht noch nicht einmal H├Ąndchen halten mit dem Mann. Wir k├Ânnen auch schwer selbst N├Ąhe geben und so, annehmen geht fast gar nicht. Umarmungen wenn geweint wird das geht auch nicht.

Wo das aber geht sind z.b. unsere Katzen und unser Kind, ja, wir haben daf├╝r eine Erkl├Ąrung, die Katzen wollen nichts von uns und das Kind ist ein Kind und mu├č auch eben die N├Ąhe und W├Ąrme der Eltern sp├╝ren. Ein Kind braucht seine Eltern als sicheren Hafen und ich hoffe inst├Ąndig das wir das hinbekommen haben das unser Kind wei├č, das seine Eltern sein sicherer Hafen ist.

Aber bei den Innenkindern kriegen wir das auch nicht hin, warum funktioniert das beim Au├čenkind aber nicht bei den Innenkindern?

Unser Mann ben├Âtigt aber doch auch W├Ąrme und N├Ąhe und all das. Das ist doch sicher nur schwer auszuhalten f├╝r ihn.

Wir wissen er ist keinerlei Gefahr, das ist so klar wie ein Glas Wasser aber wir kriegen es nicht hin, dabei w├╝rden wir es gerne hinkriegen und dann kommen diese Gedanken das man nichts auf die Reihe kriegt und dann auch noch dem Mann schadet und ihn regelm├Ą├čig abweist und vor den Kopf st├Â├čt. Das hat ja null mit ihm zu tun, haben wir ihm auch schon mal gesagt, aber das macht es ja sicher gef├╝hlt nicht besser.

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Eine Therapeutin in einer Klinik hat doch mal allen Ernstes gesagt wir sollten es einfach machen und irgendwann h├Ątten wir schon Spa├č dran, also am Sex. Ich wei├č auch nicht was ich dazu sagen soll, wenn dann evtl., w├Ąhrenddessen Bilder hochkommen und sowas, dann soll man einfach weitermachen. Wie soll das gehen da hat weder mein Mann was von noch wir. Sollen wir dann einfach mitmachen und so und was vorspielen und innerlich aber leiden? W├Ąre das nicht ein weiteres Trauma? Oder einfach Augen zu und durch oder wie stellt die sich das vor? Man soll also Handlungen ausf├╝hren, wo man brechen k├Ânnte? Einfach machen? Ich wei├č nicht, und diese Aussage von einer Therapeutin in einer Trauma Klinik in der an unseren Traumata gar nicht gearbeitet wurde, weil ihnen das zu komplex war und wo wir den Ratschlag bekommen haben, die Traumata Traumata zu lassen und nicht in die Tiefe zu gehen.

Dazu kann ich nur sagen bereits im Erstgespr├Ąch mit Mister X haben wir dem mehr erz├Ąhlt als der Therapeutin in der Klinik in 8 Wochen. Ja, sie wu├čte es liegt Mi├čbrauch vor aber wir haben ihr nie ein Detail genannt, ein anderer Therapeut meint nur wenn wir nicht dar├╝ber sprechen wollen, ist das auch nicht n├Âtig wir arbeiten an der Oberfl├Ąche, wie kann man aber nur an der Oberfl├Ąche arbeiten, wenn es im innen „modrig ist und gammelt“ (nur bildlich gesehen, ich denke ihr wi├čt was gemeint ist).

Nudeln werden doch auch nicht fertig, wenn man sie im kalten Wasser auf dem Herd stehen hat. Sie werden auch nicht fertig, wenn man hei├če So├če ├╝ber sie sch├╝ttet, es werden „trockene“ Nudeln bleiben. (nat├╝rlich nicht trocken da sie ja im Wasser w├Ąren, aber sie werden nicht gar).

Das ist jetzt nur ein kleiner Teil, es gibt ja noch viel mehr Punkte, die aufgrund der DIS Probleme bereiten. Das mu├č ich ja niemandem hier erkl├Ąren, aber die von mir genannten Dinge reichen schon irgendwie um nicht wirklich was positives erkennen zu k├Ânnen.

Mu├č das nochmal wiederholen, wir reden hier nur von unserer Situation und unserer ganz pers├Ânlichen Meinung, die mu├č niemand teilen.

Aber vielleicht gelingt mir ja im Laufe der Therapie auch positive Dinge zu sehen, zum jetztigen Zeitpunkt ist das nur ein gro├čer Berg der vor mir liegt und wo ich nicht wei├č wie ich den Gipfel erreiche.

Ein wirklich lieber Freund von mir hat mal gesagt das ist ein langer Weg, die Stra├če muss erst geplfastert werden damit man ohne Ruckeln vorw├Ąrts kommt, bei uns ist das noch lange keine Stra├če eher so ein Trampfelpfad auf dem wir uns bewegen auf der Suche nach einem Feldweg der auf eine befestigte Stra├če f├╝hrt.





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