…schwer gestört oder was? …

find das irgendwie ziemlich passend, was er da singt. Ich mag einige seiner Lieder sehr gerne, oft bringt er es auf den Punkt, irgendwie.

Wenn das hier mal weiter ĂŒberdacht wird, was das war, das rattert immerhin irgendwie in jeder Sekunde im Kopf herum, was wie gesagt wurde und wie wohl was gemeint gewesen sein könnte.

Ich kenne das so von Mister X nicht, allerdings kenn ich es das er unterschiedlich redet (also nicht inhaltlich oder so) sondern wie er redet, er redet mit jedem so wie sein gegenĂŒber eben drauf ist und wie es passt aber das jetzt.

Beim letzten mal als wir ihm gesagt haben, diese Handbewegung die er gerade ausgefĂŒhrt hat triggert, hat er es gelassen. Er meint es ist wichtig andere Erfahrungen zu machen, also zu merken und zu erfahren das eben in bestimmten Trigger Situationen eben nichts passiert im hier und jetzt, das macht irgendwie schon Sinn, weil man dann diese Trigger ja irgendwie entschĂ€rft.

Macht es nicht auch Sinn geschehenes in Sprache umzuwandeln, also Worte zu finden? Und nicht von man zu sprechen sondern von ich? Damit es ankommt, das diese Dinge tatsÀchlich passiert sind und man (jetzt mach ich das ja wieder) sich das nicht nur einbildet? Das ist ja wie mit dem viele sein, solange das nicht irgendwie auch richtig angekommen ist, wie soll das gehen, wenn man es immer wieder anzweifelt? Wenn realisiert wird, das die Dinge sind wie sie sind? Ich hab keine Ahnung, was richtig und was falsch ist.

Immerhin wird ja stÀndig hier drum rum geeiert ohne die Dinge klar beim Namen zu nennen und wie soll das funktionieren, wenn Dinge nicht beim Namen genannt werden? Es geht da auch nicht um Details von Handlungen, wobei da auch schon zu Beginn der Therapie jemand bereits nÀhere Details erzÀhlte, war schon erstaunlich, welche Kleinigkeiten da genannt worden sind, ganze RÀume und Möbel und das drum herum genauestens beschrieben werden konnten. Das hörte dann auf irgendwann, weil sich andere zu Wort meldeten.

Vielleicht wird das ja dosiert gesteuert? Immerhin hat sich jemand zu Wort gemeldet der eines oder mehrere Traumatas hÀlt.

Vielleicht wird das klarer, wenn man sich diese Vorgehensweise logisch versucht zu erklĂ€ren. Da ziehen wir mal ein Beispiel zur Trauma Fachklinik heran, meine damaligen Mitpatientinnen, mussten sich ihre Traumas auf Band sprechen (also auf dem Handy) und sie hatten die Aufgabe sich das jeden Tag anzuhören, diese Vorgehensweise fand ich extrem fragwĂŒrdig, da ich auch gesehen habe was das mit einigen lieben Mitpatientinnen gemacht hat. Nichts gutes. Eine davon kannte ich z.b. bereits,, da wir uns in einer psychosomatischen Klinik ĂŒber 7 Wochen das Zimmer geteilt hatten. In der TK haben wir uns wieder getroffen (wir hatten zwischenzeitlich auch noch so Kontakt, sie hatte vor mir einen Platz in der TK erhalten). Als sie aus der TK entlassen worden ist ging es ihr schlechter als vorher. Sie ist mit den TĂ€tern noch in den Urlaub gefahren und das war bei den Therapeuten noch bekannt, aber diese haben nichts getan um das zu verhindern, also eine Hilfe war die TK auch nicht fĂŒr sie, naja, fĂŒr uns hier auch nur bedingt.

Ich verwette meinen dicken Hintern drauf das die ein oder andere auch viele war bzw. ist, die das aber nicht sehen wollten, die hatten ihren Stiefel wie sie vorgehen und wendeten bei allen das gleiche an.

Das komische ist ja, bei Triggern, also sowas wie die Körperhaltung, da ist im innen viel los, da gibt es von Angst bis zu sich angemacht fĂŒhlen alles dabei. Oder bei bestimmten Handbewegungen, pure Verzweiflung und massive Angst vor Gewalt und Missbrauch und auf der anderen Seite sowas wie, boah ist das geil, gleich geht es los. Ist das nicht extrem gestört?

Wenn dann aber darĂŒber gesprochen werden soll, ist das wie eine Klappe die runterfĂ€llt mit Sprechverbot. Mister X hat ja auch schon versucht Sprechverbote aufzuheben, das klappt nur bedingt. Da wird dann argumentiert das im hier und jetzt eben nichts passiert wenn gesprochen wird, das das bei ihm sowas we ein Schutzraum ist, wo man die Erfahrung macht das eben nichts passiert. Da stellt sich mir die Frage, wie kann man diese Erfahrung machen das nichts passiert wenn man sich die Sachen nicht anschaut? Wie kann man einen passenden Umgang mit Triggern lernen, wenn man sich diese nicht anschaut?

Was ist die richtige Vorgehensweise und gibt es da eine Art, die fĂŒr alle passt oder ist das individuell zu sehen? Wie kann man an den Dingen arbeiten wenn man sich diese nicht anschaut?

Photo by Olya Kobruseva on Pexels.com

Jedenfalls sind jetzt weitere Bilder angeschwemmt worden, sprich weitere Mauern scheinen gefallen zu sein, phasenweise krieg ich ja sogar mit wenn gewechselt wird im Alltag, nicht nur bei Mister X, ist das als Fortschritt zu betrachten? Ist es nicht das, woran gearbeitet werden muss, diese Dinge mitzubekommen und zu sich den Dingen zu stellen und eben zu merken was gerade Sache ist um in eine funktionierende Kommunikation zu kommen? Wenn keine Mauern fallen wie will man (hahaha da ist es wieder, man) denn dann an den Dingen arbeiten und sie verÀndern?

Geht das ohne hinzuschauen? Ich hab keine Ahnung, vor allem will ich ja auch hinschauen damit ich weiß was los ist um das irgendwie verarbeiten zu können und ins Bewusstsein zu integrieren.

Also ich weiß ja das nicht alle MĂ€nner scheiße sind, es gibt ja viele die es eben nicht sind, da ist aber jemand der das anders sieht. Mein Mann z.b. ist ja alles andere als ein Arschloch, ok, er hat durchaus auch seine special effects.

Hahaha, irgendjemand hat ihn mitgenommen und er ist geblieben nun schon seit fast 17 Jahren, unser Jahrestag ist noch in diesem Jahr, er wird das zwar wieder verpeilen aber passiert uns ja auch. *lach*. Hihi, wenn er das hier liest, wird er erstmal scharf ĂŒberlegen mĂŒssen, wann denn der Jahrestag ist und ins „schwitzen“ kommen.

Ich habe aber auch gelesen das eine Art der Konfrontation auch zu einer DIS Therapie gehört, es gibt da ja auch innerhalb der Therapeutengemeinde unterschiedliche Ansichten und jeder macht das sicher so wie er oder sie eben bisher Erfolge erzielt hat, aber gibt es ĂŒberhaupt DIE Lösung und DIE Vorgehensweise? Ich weiß es nicht, woher auch, ich weiß nur das was ich darĂŒber bisher gelesen habe. Und weiß auch das dieses an der OberflĂ€che arbeiten fĂŒr uns keine Besserung brachte, die Problematik mit dem NĂ€he zu lassen und all das hat sich null gebessert durch oberflĂ€chliches arbeiten und das oberflĂ€chliche arbeiten hat auch das viele sein nicht ans Licht gebracht, das war gut maskiert und genau das bröckelt seit knapp 2 Jahren, ich meine so lange sind wir ja noch nicht mit damit konfrontiert worden und was sind noch nicht mal 2 Jahre und bis dahin dachte ich immer das wĂ€re nur vereinzelt zu Übergriffen gekommen weil Bilder und Flashbacks gibt es schon seit Jahrzehnten, mal mehr mal weniger. und jetzt wird genauer hingeschaut wurde vorher noch nie.

Jahre wurde nur daran gearbeitet stabil zu sein, aber das löst das Grundproblem doch nicht, wenn immer nur mit Alltagspersönlichkeiten gearbeitet wird und die vor Mister X alles anderen nicht sehen wollten und immer nur geraten haben weiter schön an der OberflÀche zu arbeiten, wie oft wurde gesagt lassen sie das Trauma Trauma sein schauen sie nicht hin. Einmal wurde sogar gesagt naja wenn sie nur Traumafetzen haben, belassen sie das dabei, das hat schon seinen Grund warum das so ist, wie es ist.

Jetzt haben wir aber damit angefangen hinzuschauen, sollte man damit jetzt aufhören, geht das ĂŒberhaupt? WĂ€re das der leichtere Weg? Ich hab keine Ahnung, aber ich werde ja nicht in den Zustand zurĂŒckversetzt der da war bevor wir bei Mister X angefangen haben und jetzt? Keine Ahnung. Weiß auch gar nicht ob irgendjemand meinen Gedanken folgen kann oder ob das geschreibsel ĂŒberhaupt verstĂ€ndlich ist.

Photo by Jill Wellington on Pexels.com

2 Kommentare zu „…schwer gestört oder was? …

  1. Naja… wie *man* das „richtig“ macht, mit der Traumatherapie weiß glaub keiner.
    Weil wenn Du mal guckst, wie jung das alles in Wahrheit noch ist.
    Wie kurz die eigentlich *Trauma* ĂŒberhaupt erst auf dem Schirm haben.
    Wie wenig hier eigentlich bisher geforscht ist; beobachtet; geWUSST.
    Das fing erst 2000 rum an.

    Es gibt so wenig „Fachleute“ fĂŒr Trauma – und die wenigen wissen nur wenig.

    Die Frage, wie das gehen soll, mit dem *dran arbeiten* geht uns auch oft durch den Kopf.
    Irgendwer wÀre gerne SCHNELL FERTIG damit, damit man endlich leben darf.
    WĂŒrde gerne alles richtig machen und sich beeilen.

    Aber wenn man ehrlich ist, KANN das garnicht gehen.
    Weil *hinsehen* kannst Du eh nur zu jenen Dingen, die Du SEHEN kannst.
    Und was Du siehst, bestimmt weder der Therapeut, noch Du – sondern deine Seele.
    Sie lĂ€ĂŸt immer nur das sichtbar werden, was SIE will.
    Das kann man nicht erzwingen oder beschleunigen.

    Ich glaube, unser „Gesundheitssystem“ und alle, die damit zu tun haben,
    machen immerzu den gleichen Fehler.
    Alles soll bei allen helfen – genau GLEICH.
    Und alles muß immerzu schnell gehen.

    Am Ende sind es gewiß auch die Trigger und der Schmerz, die uns etwas ZEIGEN zum Hinsehen.
    Man braucht wohl gewisse Auslöser, damit tief-Inneres sichtbar wird.
    Aber *daran arbeiten* – das klingt oft so; fĂŒhlt sich so an, als hĂ€tte man einen Job zu tun. Eine Leistung zu erbringen. Es klingt, wie neues Trauma; wie Zwang und Gewalt.

    Wir versuchen, das sehr zu entspannen.
    Indem wir nicht das Ziel haben, daran zu ARBEITEN oder irgendwas zu ERREICHEN.
    Wir möchten uns gerne kennenlernen.
    Gut – auch ein Ziel oder Wunsch.
    Aber eher sanft. Eher „so wie es kommt“.
    Frei(heit).

    Ich mag keine ĂŒbereifrigen Therapeuten.
    Ich mag keine Kliniken mit „Ziel“.
    Ich laß es laufen, wie es lĂ€uft und versuche daran festzuhalten, dass das Leben zur Liebe strebt.
    Irgendwann wird es schon gut sein.
    Viel Kraft Euch.

    GefÀllt mir

    1. So unterschiedlich ist das, wir bzw. ich habe Ziele definiert, ob die realistisch sind, keinen Schimmer.

      Therapie ist fĂŒr mich schon irgendwie „Arbeit“, das ist so eine Begrifflichkeit,,

      Schnell wĂ€re mir auch lieber, aber diesen „Zahn“ hat mir Mister X gezogen als er meinte da ist nichts mit schnell schnell und so.

      Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu im innen, also zu Mister X, Ich hab da mittlerweile den Überblick verloren. Alles darf sein aber es muss nicht sein, doof nur wenn jemand hier von uns entscheidet was passieren soll und dann jemand anderes vorgeschupst wird, der das dann „aushalten“ oder „ausbaden“ muss.

      Also ich mag ihn und ich finde er ist fĂŒr uns der richtige. Ich zweifel da auch nicht aber andere schon, das ist ja das verflixte.

      GefÀllt 1 Person

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