… Umgang mit Triggern …


je mehr Trigger „entlarvt“ werden um so mehr stellt sich hier die Frage, sollte man versuchen diese einem Ereignis oder vielleicht auch mehreren zu zuordnen? Macht das Sinn?

Wenn man anfÀngt zu merken was der Auslösetrigger ist? Ich mein ich habe das nicht so auf dem Schirm gehabt was jetzt genau irgendwelche Reaktionen, Flashbacks, Panik Angst und all das auslöst. Diese Dinge waren eben da, oft nur unterschwellig, wie so ein Schwelbrand, den man erst bemerkt, wenn das Feuer richtig ausbricht und andersrum schwelte es auch nur so vor sich hin. Wie zum Geier schreibt man dieses doofe Wort, moah, hoffentlich habe ich das nun richtig geschrieben, egal.

Nach und nach kann ich das ein oder andere zu ordnen. Mh, einiges vermeide ich, als da wo es zu vermeiden geht. Ist das die richtige Entscheidung? Oder wĂ€re es nicht besser aus der Vermeidung rauszukommen um dann adĂ€quat handeln zu können, wenn man gar nicht vermeiden kann. Nehmen wir mal Geruchstrigger (die gibt es hier auch, nicht nur einen von dem ich weiß das es mit diesen GerĂŒchen zu tu hat).

Nehmen wir mal an, ein ParfĂŒm wĂ€re so ein Trigger, da kann man doch gar nicht vermeiden, denn dieser Geruch kann einem ja ĂŒberall begegnen.

Was macht man dann, wenn man es immer vermieden hat und dann plötzlich ein Trigger auftaucht, weil es eben nicht immer vermeidbar ist und es einem bis dato gar nicht bewußt gewesen ist, was die Flashbacks auslöst und die anderen Dinge.

Jetzt zu dieser Zeit haben wir hier, ganz viele GerĂŒche, welche kaum zu ertragen sind. Bisher haben wir uns dann eben, wie wir immer sagen weggebeamt. Oder eben ausgehalten und dabei noch gelĂ€chelt, aber schön ist was anderes.

Es gibt auch bestimmten Tee, der her triggert, naja aber wir können unserem Umfeld ja nicht verbieten diesen zu trinken, weil wir damit ein Problem haben, wir schrĂ€nken ja dann Teile unserer Familie ein, warum sollte z.b. mein Mann auf einen Tee verzichten, weil ich da negativ drauf reagiere? Also sollte ich doch einen Umgang damit lernen oder nicht? Da aber noch nicht bekannt ist warum und wieso das so ist, nur bekannt ist, daß es so ist, kann ich das auch nicht zuordnen, meine Hoffnung ist ja, sobald ich das zuordnen kann, kann ich das miteinander verknĂŒpfen und dann versuchen einen entsprechenden Umgang damit zu lernen? Ist das doof gedacht? Mach ich mir da was vor, geht das ĂŒberhaupt so wie ich mir das vorstelle?

Wenn ich jetzt an die Situation mit Mister X denke und die Körperhaltung dann trigger ich mich selbst, ist das verstĂ€ndlich? Dann werde ich sauer und habe ich jetzt das Ganze nicht verschoben? Da könnte ich schon kotzen gehen, wenn ich genau daran denken, also habe ich das jetzt nicht auf ihn projiziert? Boah ist das Ă€tzend, ich ĂŒberlege schon seit Tagen ihn anzurufen, aber ich krieg es nicht geregelt mit ihm zu telefonieren. Ich schleich da ums Telefon rum. Wenn ich den Terminzettel vergessen habe, wĂ€re es doch ein einfaches anzurufen und nachzufragen, aber das krieg ich auch nicht hin, also schreib ich lieber eine eMail.

Neulich hat er mich angerufen ich war so erschrocken und er wollte noch irgendwas fragen und ich hab aber schon aufgelegt gehabt, mein Mann meinte dann nur warum ich einfach aufgelegt hÀtte.

Mein Verstand sagt mir auch klar, daß der das ja nicht mit der Absicht macht mir zu schaden, eher im Gegenteil, aber das GefĂŒhl sagt was anderes.

Ich weiß noch als wir den Antrag fĂŒr den Fond ausgefĂŒllt haben, da stand extra drauf nicht allein ausfĂŒllen und er hat auch gesagt ich soll das nicht alleine machen, was mach ich? Na klar, ach das kann doch nicht so schwer sein. Tja, die Fragen an sich dort gehen ja noch nicht mal ins Detail, aber ich bin schon beim AusfĂŒllen der Formulare ausgeflippt und hĂ€tte hier echt Dinge zertrĂŒmmern können aber nein ich war nicht in der Lage mir helfen zu lassen.

Der Rentenantrag, da war das noch schlimmer ich habe nur gesehen das die wieder geschrieben haben, weil wieder mal irgendwas fehlte oder sie RĂŒckfragen hatten da bin ich schon abgegangen wie Schmitts Katze.

den haben wir mal gemacht als Abschiedsgeschenk an einen Klinik Therapeuten, nicht schön aber selten hat was von einem Voodo Teddy ,-)

FrĂŒher habe ich da wunderbar funktioniert irgendwelche Formulare ausfĂŒllen oder irgendwo anrufen und nachfragen kein Problem, heute habe ich da massive Probleme mit und hab so daß ein oder anderem Mal das BedĂŒrfnis Dinge zu zertrĂŒmmern, all die angestaute Wut einfach rauslassen, scheiß egal.

Wobei das ja im Grunde gar nicht meine Wut ist. Ist das verstÀndlich? Keinen Schimmer.

Was ist richtig und was falsch? Klar wir haben hier einen Notfallkoffer oder irgendwelche lustigen Skills.

Meist gehe ich ja auch mit Musik auf den Ohren nach draußen, dann krieg ich von den GerĂ€uschen um mich rum nichts mit.

Wir mußten ja auch einige Wochen Therapie via Videokonferenz machen, das fand ich absolut furchtbar, Ich habe das jedesmal so eingestellt, daß ich mein eigenes Bildfenster nicht sehen konnte und stĂ€ndig hatte ich das GefĂŒhl, das ist nicht sicher. Zu wissen das es halt Video ist fast nicht aus haltbar, das war extra Streß, im eigenen zu Hause zu sitzen und das zu machen, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Aber die Alternative wĂ€re gewesen Wochen lang Pause zu machen.

Mister X hatte mal eine Zeitlang ein Stativ in seinem Sprechzimmer, ihr glaubt gar nicht wie das Kopfkino gerattert hat. Ich habe eine ungefĂ€hre Vorstellung warum aber fĂŒr mich ist das nur eine Vorstellung, verbunden mit einem GefĂŒhl, jemand anderes scheint da aber mehr Wissen zu haben. Ich werde auch echt aggressiv, wenn mich jemand fotografieren will und sei es nur mein Kind oder mein Mann. Ich hasse das! Auch nur verbunden mit einem GefĂŒhl, klar wenn ich logisch eins und eins zusammenzĂ€hle, logisch warum das so ist, aber ich kann es nicht greifbar fĂŒr mich zu ordnen.

Neulich beim Kochen war ich so was wie weg, also ich war noch da aber und habe mitbekommen das da jemand am Herd steht, der keinen Schimmer hatte, was zu tun ist, selbst konnte ich nicht eingreifen, der Herd sah hinterher aus wie Sau und das Essen war mal angebrannt. Ein Lebensmittel auf dem Herd hat den Wechsel ausgelöst. Das war im außen wie im innen gefĂŒhlt bedrohlich.

Mich wĂŒrde ernsthaft interessieren wie andere mit ihren Triggern umgehen, sich wegbeamen aushalten oder weg skillen? Sofern das möglich ist und kennt Ihr all Eure Trigger oder ist das eher so eine WundertĂŒte, hier ist es irgendwie noch eine WundertĂŒte. Aber wegschauen und dem ganzen Versuchen aus dem Weg zugehen wĂ€re das eine optimale Lösung?

Naja, Vermeidung, hahaha, dafĂŒr das hier ganz viele andere Gedanken noch im Kopf rumschwirren ist das ja ein ziemlich harmloses Geschreibsel, wĂŒrde ich das andere hier auch niederschreiben, wĂ€re das verstörend und so. Nur ja nicht das andere niederschreiben und so, puh.

2 Kommentare zu „… Umgang mit Triggern …

  1. FĂŒr uns ist die Triggerei auch ne WundertĂŒte.
    Vor allem ist es ja wohl so, dass nicht immer jeder innen auf gleiche Art getriggert ist.
    Auch nicht immer vom Selben.

    Was wir kapiert haben ist, dass es nicht um die Wut geht. Auch, wenn das oft das primĂ€re GefĂŒhl ist.
    Wir flippen auch gern und schnell aus, bei Triggern.
    Aber darunter liegt der Schmerz.
    Irgendwer innen will machen (mit der Wut), dass man den Schmerz nicht fĂŒhlt.
    Und, dass man nicht dran kommt, woher der Schmerz ist.

    Wir können hier kein TatĂŒtata hören.
    Oder, wenn es klingelt, erschrecken wir derart, dass wir fast vom Stuhl fallen und wern dann oft böse.
    KreissÀgen oder sowas.Ganz viel, das *laut* ist.

    Schmatzen, manche BerĂŒhrungen – und ja, auch Kameras.
    Oft versuchen wir bei den „sanfteren Triggern“ uns dran zu gewöhnen. Wir ham uns auch selbst eine Kamera gekauft.
    Aber das klappt eher so semi.
    Zu wissen, woher es kommt, hilt uns zumindest nicht, dass die Trigger weg gehen.
    Es Àndert nix.

    Das ist glaub kein „Wissens-Thema“, sondern eher ein Eingebrannt- und völlig Vertieftsein im Hirn. Sowas, wo man immer wieder liest, man mĂŒĂŸte *die Autobahnen im Hirn verĂ€ndern, indem man neue Trampelpfade anlegt als Alternative hierzu. Und diese dann durch Wiederholung neuer, guter Dinge zu neuen Autobahnen macht.*
    Vielleicht klappt das sogar. Hier jedenfalls scheinen Trigger oft nachzulassen und schwÀcher zu werden.

    Oder aber, wir lernen vielleicht einfach, dass das Trigger sind und wir heute nicht mehr so ausflippen mĂŒssen.

    GefÀllt 2 Personen

  2. Wir sind wohl auch so ne WundertĂŒte, allerdings ist es nie ne einmalige Sache sondern, wenn es mal passiert ist, passiert es immer wieder, allerdings tatsĂ€chlich nicht jedes Mal. Vielleicht abhĂ€ngig vom Stress Level oder wer vorne ist.
    Trotzdem immer wieder kommt was neues dazu.
    Bis her haben wir nur bei einem Trigger eine gewisse Erleichterung allerdings nur mit Hilfe des Mannes. Das ist ne Sache, die wir damals in der Therapie besprochen haben und sich eine gezeigt hat, die erzĂ€hlte weshalb sie so wĂŒtend wird… Da steht Angst hinter der Wut und wenn man ihr dann versichert, Mutter ist nicht da, wird es nicht sehen, nicht erfahren, es gibt keine Strafe, dann ist es vorbei mit Wut. Okay oft laufen dann TrĂ€nen… Man hĂ€tte es vermutlich mehr bearbeiten mĂŒssen, ins Großhirn integrieren mĂŒssen, damit es vielleicht aufhören kann und die Wut und Angst gehen darf…
    Das Wissen allein bringt uns zumindest nichts. Ins blinde beruhigen versuchen, irgendwie auch nicht so wirklich.
    Wir halten auch oft aus, was diese Trigger so auslösen. Was soll man auch machen? Man kann vor den Triggern in der Regel nicht davon laufen, nicht vor solchen die ĂŒberall im Alltag lauern. Man kann durchaus Familie bitten auf Dinge zu verzichten oder sie nicht in unserer NĂ€he zu tun. Das zu kommunizieren ist wichtig und so manches lĂ€ĂŸt sich zumindest fĂŒr Zuhause reduzieren. Aber natĂŒrlich nicht alles. Ich wĂŒĂŸte nicht wie.
    Und Skills?
    Bei uns funktioniert kaum etwas. Und selbst wenn es irgendwann funktioniert, da vergeht ja auch einiges an Zeit.
    Allerdings finde ich es trotzdem hilfreich zu erkennen, dass da ein Trigger war und was es gewesen sein könnte. So kann man sich vorbereiten wenn man weiß, dass man in so ne Situation rein muss. Oder man kann Konflikte lösen, wenn man fĂŒr sich verstanden hat, es hat nichts mit hier und jetzt zu tun…

    GefÀllt 1 Person

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