… weiter gehts im Zweifler Karusell …

Wenn ich ĂŒberlege das ich bereits als Kind und auch als Jugendliche, schon öfters Situationen hatte wo ich dachte was rede ich denn da und was mach ich eigentlich hier. SpĂ€ter auch öfters auf der Arbeit. Nicht immer oder stĂ€ndig aber ich hielt das fĂŒr völlig normal und so. Ich kannte das ja nicht anders. Wenn es mir gut ging und ich irgendwie sowas wie entspannt war gab es sowas nicht.

Es war also nicht stÀndig Gequatsche im Kopf. Also wenn es gut lief im Leben war das nicht so vorhanden. Je unentspannter ich werde umso mehr nimmt das Gequatsche im Kopf zu, je mehr Stress ich ausgesetzt bin und je mehr Probleme auftauchten und Schwierigkeiten umso mehr kommentierende Innenstimmen, schon beim Brötchen kaufen beim BÀcker.

Klar, ich hinterfrage jeden Scheiß nach seiner Sinnhaftigkeit und beim reden und auch schreiben ist das oft, sehr oft, so gewesen das ich mitten im Satz aufhöre und mit was gĂ€nzlich anderem anfange zu erzĂ€hlen. Wenn mir Dinge nicht logisch erklĂ€rbar sind, komm ich ins schlingern.

Aber das soll was mit DIS zu tun haben? FrĂŒher hab ich immer gesagt bekommen ich wĂ€re wechselhaft im Verhalten, fĂŒr mich war das sowas wie himmelhochjauchzend und von jetzt auf gleich zu Tode betrĂŒbt, ist das nicht eher eine Manie?

Ich war, soweit ich mich erinnere bzw. auch aus ErzÀhlungen anderer, nie ein leises Kind, ich war immer laut, bevor man mich gesehen hat, hat man mich schon gehört. Aber wird nicht gesagt DIS Menschen waren als Kinder eher die leisen?


Ok, in der Schule, da hab ich nur zwei Erinnerungen an bestimmt Situationen im Unterricht, weiterfĂŒhrende Schule Klasse 9 oder 10. Da bin ich mal mit einem Stuhl auf einen MitschĂŒler los, warum, keinen Schimmer ist einfach passiert und meines Wissens nach war ich in der Schule sonst eher unauffĂ€llig. Habe mir ĂŒberlegt ich versuche mal meine Grundschulzeugnisse anzufordern, vielleicht gibt es die ja noch. Es gibt nĂ€mlich hier auch keinerlei Zeugnisse aus der Schule, wie auch so gut wie keine Fotos. Ich habe lediglich ab Abschlusszeugnis, irgendwelche Unterlagen ĂŒber mich. Und ich sage jetzt mal ich wĂŒrde niemals mit einem Stuhl auf andere losgehen, das fĂŒhlt sich auch nicht als Zugehörig an zu mir. Ich hasse Gewalt jeglicher Art und mein Kind wurde auch ohne SchlĂ€ge erzogen. Familienbett bzw. Beistellbett bis zum 3ten Lebensjahr, wir haben es immer hochgehoben wenn es geweint hat ich hab sogar Monate nachts immer die Hand auf seiner Brust beim schlafen gehabt weil ich so ĂŒberprĂŒfen konnte, das er noch atmet, hahaha und eine Überwachungsmatte haben wir angeschafft.

Mein Mann hat hier alles von sich auch die Grundschulzeugnisse.

In der weiterfĂŒhrenden Schule (ab ca. 14) war ich dann leise und fiel nur durch mein auffĂ€lliges Aussehen auf. und ab da habe ich auch mehr Erinnerungen an das was ich gemacht habe. Vorher ist das meiste eben fast ein schwarzes Loch. Ich kann mir gar nicht vorstellen das es anderen anders geht. Wobei es natĂŒrlich Diverse Dinge gibt, welche sich fest eingebrannt haben, aber es ist dann erstaunlich das ich mir dann in der Therapie dinge anhören musste, die ich so gar nicht erinnere, sondern komplett anders.

Oder dieses aus dem Körper aussteigen, als Kind hab ich gedacht , naja Kinder haben diese Eigenschaften das machen doch alle. Ich glaube man hat mir auch erzĂ€hlt das wĂ€re normal. und ich muss ja auch sagen das war auch sehr angenehm irgendwie das (ich nenn es mal so) aussteigen aus dem Körper hat Spaß gemacht und irgendwann gab es dann einen Zeitpunkt wo im innen eine Stimme sagte, jetzt musst Du zurĂŒck sonst stirbst Du. Hört sich das bekloppt an? ich finde das hört sich ziemlich wirr und gestört an.

Das fĂŒhlte sich so an als wĂŒrde man fallen, aber der Körper fĂ€llt nicht, sondern das innere, kann das jemand nachvollziehen, was ich meine?

Das ging jahrelang so fast tĂ€glich. Aufgehört hat das glaube ich irgendwann als ich schon lĂ€nger nicht mehr dort wohnte, seit ich meinen Mann kenne kommt das so gut wie nicht mehr vor, nur noch vereinzelt. Haha aber irgendwie vermisse ich dieses GefĂŒhl, auch das hört sich bekloppt an.

NatĂŒrlich hab ich da nicht mit Freunden drĂŒber gesprochen, davon hatte ich eh wenige, da ich immer dachte ich bin sowieso anders und gehöre nicht dazu,

Weiß aber auch das ich als Kindergarten Kind schon immer Angst hatte einem meiner BrĂŒder wĂŒrde etwas ganz schlimmes passieren, diese Angst hab ich heute noch phasenweise auch wenn ich mit meinem Lieblingsbruder keinen Kontakt mehr habe, die gleiche Angst hab ich um mein Kind.

wenn mein Mann mit unserem Kind unterwegs ist habe ich keine Angst um mein Kind, sobald ich aber mit meinem Kind alleine unterwegs bin ist diese wieder da. Ist das nicht verrĂŒckt, ich hab stĂ€ndig die Angst davor ich könnte nicht fĂŒr Sicherheit sorgen damit meinem Kind nichts passiert.

Genau so ging es mir als Kind in Bezug auf meinen Bruder, ich hatte stĂ€ndig das GefĂŒhl, ich mĂŒsse fĂŒr seine Sicherheit sorgen. Dabei ist er ein paar Jahre Ă€lter.

Momentan rattert es vermehrt im Kopf, der Versuch sich an Dinge zu erinnern und die Dinge an die ich mich erinnere irgendwie logisch zu hinterfragen und versuche diese Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Als ich vor etlicher Zeit mal in meinem Heimatdorf gewesen bin um meinem Kind zu zeigen wo ich aufgewachsen bin und welche Wege ich gelaufen bin, wo ich gewohnt habe und so gab es Ort und HĂ€user an denen ich nicht in der Lage war vorbei zu gehen ohne das Schwindel und Brechreiz auftraten und auch sowas wie Angst. Dann wollte ich zum Grab meiner Mutter und ich konnte es nicht finden, komisch oder? Wir mussten dann nachfragen mein Mann hat es schlussendlich gefunden. Da vor stehend war im innen nur eine absolute Leere, da war nicht, absolut gar nicht, als wĂŒrde ich vor dem Grab einer mir fremden Person stehen.

Vor einigen Wochen war ich wieder dort, auch da mussten wir suchen, auch mein Mann hat es da wieder gefunden. Ich stand davor und habe mich bedankt, mi den Worten, danke fĂŒr nichts, danke das Du mich kaputtgemacht hast und danke das Du mir nicht geglaubt hast und ich jetzt damit leben muss. Auch da hab ich mir gedacht was redest Du da eigentlich? Also nichts greifbares irgendwie.

Puh ich merk gerade ich erzÀhle anscheinend gerade ziemlich viel persönliches und bin irgendwie abgeschweift. Dann solls das erstmal gewesen sein. Werde den Text jetzt auch nicht durch das Korrektur Programm jagen, dazu hab ich gerade keinen Bock.

Was mir gerade noch in den Sinn kommt ich habe als GrundschĂŒlerin und noch kleiner sehr oft immer irgendwelche Zeichnungen gemacht mit Symbolen und anderen Digen, welches naja so ein junges Kind im Regelfalle nicht malt, die malen ja normalerweise eher Sonnen, Blumen und so nen Zeug, ich habe Symbole und sowas auch naja sogar auf Grabsteine gemalt, ich hab oft auf einem Friedhof gespielt, ist das nicht absolut durchgeknallt, warum spielt man auf einem Friedhof und warum schreiten Erwachsene da nicht ein? Egal, wer weiß ob sich da mal eine Antwort findet, ich fand das frĂŒher normal. Mister X sagt dazu nur das wĂ€re nicht normal. So richtig glauben kann ich ihm das nicht. Das war ein sehr alter Friedhof, der nicht mehr in Benutzung war, mit uralt Grabsteinen, der Kinderspielplatz eine Straße weiter, warum spielt ein Kindergarten und Grundschulkind dort? Ich wette das glaubt mir auch kein Mensch, war aber so.

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