… Dinge tun, die nicht gemocht werden …

ich ertappe mich immer wieder dabei Dinge zu tun, von denen ich weiß ich mag sie nicht tun, wo ich weiß das wird scheiß GefĂŒhle geben. Wie gelingt es sich da abzugrenzen? Ohne den gegenĂŒber zu vergrĂ€tzen?

Klar, ich weiß im Grunde warum das so ist, aber sich das ein zu gestehen ist halt so eine Sache.

Die Dunstabzugshaube ist dreckig, seh ich gerade, das geht gar nicht schießt es in den Kopf, was soll das jetzt?

Photo by Max Vakhtbovych on Pexels.com

Diese ist jedenfalls sauber, am Fenster sieht man, wo die Katzen sich die Nase plattgedrĂŒckt haben, die Kaffeekanne leckt irgendwie beim einschenken des Kaffees, das macht Flecken auf der Ablage, und auf der SpĂŒle steht ein Brettchen mit dreckigem Besteck, warum zum Henker wird das nicht in die SpĂŒlmaschine gerĂ€umt?

Auf der SpĂŒlmaschine steht ne Gießkanne, 1 dreckige Tasse und ein dreckiges Glas, 2 x Glasreiniger und 1 x Sagrotanreiniger und eine rote Schale mit Zuckerstangen, ĂŒbriggeblieben vom Kalender befĂŒllen, wir haben hier Adventskalender zum selber fĂŒllen, seit Jahren hĂ€ngen die zur Adventszeit immer an der gleichen Stelle und immer befĂŒlle ich diese und wie immer (nein das stimmt nicht, letztes Jahr hatte ich einen, der Mann hat diesen gekauft) habe ich keinen. Weil ich keinen will, ich will gar nicht sehen wie die Adventstage ins Land gehen anhand eines Kalenders, der Mann hĂ€tte gerne einen echten Baum, ich sag ne, der Plastikbaum reicht. Den haben wir uns angeschafft als unser Kind mini war und wegen der Katzen. Minis, wie auch Katzen schaffen es so einen Baum zum fallen zu bringen, Neben dem Notebook auf dem KĂŒchentisch auf der roten Weihnachtstischdecke steht ein Adventskranz mit roten Kerzen, die StĂŒhle haben WeihnachtsmannmĂŒtzen Stuhlhussen im Benjamini auf der Ablage in der Ecke sitzt ein Weihnachtsmann, darunter die selbstgebastelten WeihnachtsschneeglĂ€ser.

Die wollte ich alle verschenken, Mister X hat im letzten Jahr eines in dieser Art bekommen, er hat sich glaube ich gefreut. Ich glaube ich sollte wieder welche machen, Zeugs hab ich ja genug hier rumfliegen in diversen Kisten verstaut. Aber das Chaos um mich rum ohne irgendwie Struktur spiegelt nur das Chaos im Kopf wieder.


Dieser ganze Krempel der hier rumsteht, am liebsten alles in einen Container und weg mit dem Scheiß.

Aber ich wollte doch eigentlich was anderes erzÀhlen.

Dinge tun, die man eigentlich nicht tun möchte, eine lustige Geschichte, meine liebste Freundin mag Barfußtanzen, ich mag keine nackten FĂŒĂŸe und mit dem tanzen tue ich mich auch schwer, es gab zwar mal Zeiten wo ich auch getanzt habe aber das ist lange her. Die Beobachterrolle gefĂ€llt mir viel besser, da sitzen und einfach schauen was so um einen rum passiert, dann hat man auch alles im Blick und kann auch abschĂ€tzen ob irgendeine Gefahr besteht und die Menschen und ihr Verhalten studieren, das könnte ich stundenlang machen, mich in ein Cafe setzen und einfach nur beobachten und gucken, da muss auch niemand dabei sein, aber ich bin schon wieder vom Thema abgekommen.

Als ich meine liebste besuchte, meinte sie es wĂ€re Barfußdisko und sie wĂŒrde da gerne hinfahren, ok, ich konnte mir darunter erstmal nichts vorstellen. Klang merkwĂŒrdig, aber schlußendlich bin ich dann doch mitgefahren. Naja, dort angekommen stellte ich fest, ok, lauter durchgeknallte (das ist liebevoll gemeint, ich mag Menschen, die anders sind als die Norm) alternative Menschen, alle zogen die Schuhe und die Socken am Eingang aus, ich musste das natĂŒrlich auch tun mit Schuhen kein Eintritt. Das hat mich so eine Überwindung gekostet, habe es aber trotzdem getan, Spass sieht anders aus, ich habe mehrere Stunden dort ausgehalten, mit einem absolut miesen GefĂŒhl, ich habe es nicht hinbekommen einfach zu gehen. Warum tut man Dinge die einem runterziehen, wo man vorher schon weiß das zieht eine runter? Meine Freundin hatte Spass und ich wollte nicht die Spassbremse sein. Es hat mich ja niemand gezwungen da mit zu gehen, es hĂ€tte mich auch niemand daran gehindert, diese fĂŒr mich beschissene Situation zu beenden, ich hatte die Freiheit zu entscheiden hinzugehen oder nicht und dann hatte ich die Freiheit zu gehen und ich habe es nicht getan. Das passiert mir doch öfters, dann mache ich Dinge die ich nicht will, ich halte aus und fĂŒhle mich schlechter und schlechter und dann beginnt das Gequatsche im Kopf. Puh, dann wird sich darĂŒber geĂ€rgert das man es nicht hinbekommt zu gehen und ich bin wie festgetackert.

3 Kommentare zu „… Dinge tun, die nicht gemocht werden …

      1. Also ist eigentlich ganz klar, wenn man erstmal drauf gekommen ist. Wenn dir als Kind jemand was antut, stehst du auch nicht einfach auf und gehst weg und sagst „das ist mir jetzt zu doof“. Da bleibt man auch, und hĂ€lt es eben aus. Ich schĂ€tze das prĂ€gt….

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