… ausgelaugt …

Wieder fast 12 Stunden unruhig geschlafen, geschlafen aufgewacht aber weit entfernt von erholt. Der komplette Körper schmerzt bis in die Zehenspitzen, der Tinitus beidseitig scheint eine Party zu machen, das sogar die Ohren schmerzen.

Wenn es irgendwie schwierig wird, dann kann ich genau beobachten wie der Tinitus Fahrt aufnimmt.

Niemand im Haus, das Kind in der Schule, der Mann zur Kontrolluntersuchung beim Kardiologen. Die Katze schlÀft auf meinem Schreibtisch auf einer Decke und die andere Katze stromert hier so rum und macht Blödsinn.

Es fĂŒhlt sich an als wĂ€re ein Laster ĂŒber mich hinweggerollt. Auswirkungen von der letzten Sitzung von gestern? Oder werde ich krank? Keine Ahnung, es fĂŒhlt sich an als wĂŒrde man jegliche Energie aus dem Körper saugen und im Kopf, ja im Kopf ein einziger Brei.

Es wurde wieder begonnen sich die FingernÀgel abzukauen, wir hatten das sehr, sehr lange im Griff,

Die Frage, was brauchen Sie, lĂ€sst sich noch immer nicht beantworten, was brauchen wir? Gute Frage, was wird gebraucht, da frage ich mich können andere diese Frage beantworten und wenn ja, warum kann ich das nicht beantworten, kann man das irgendwann beantworten? Wobei, klar Ruhe einfach Ruhe und alleinsein, nicht sehen, nichts hören, oder gar sagen, die Decke ĂŒber den Kopf ziehen und einfach im Bett liegen, vielleicht mache ich das auch einfach wieder.

Gedanken nach einer Therapiepause schwirren im Kopf herum, ob das was wĂ€re oder eher kontraproduktiv ist, kann man da auf sich vertrauen, kann man ĂŒberhaupt irgendwem oder irgendwas trauen was da ist.

Im Gegensatz zu anderen sind wir ja nun noch nicht so lange in Therapie, aber wenn man bedenkt das wir eben 100 Minuten am StĂŒck haben wĂ€ren das anders gerechnet bei nur 50 Minuten die Woche zeitlich gesehen schon wieder mehr, wenn man es auf Monate umrechnen wĂŒrde. Und wir haben noch keine einzige Stunde gefehlt sondern das strikt durchgezogen, diszipliniert und sind in der ganzen Zeit nur einmal zu spĂ€t dran gewesen, das ist schon irgendwie krass. Aber wir haben das nicht anders gelernt, Termine sind strikt und pĂŒnktlich einzuhalten sonst, ja, was eigentlich sonst? Keine Ahnung aber das ist wie so ein Zwang. Auch wenn es das ein oder andere mal schwer fĂ€llt und wir am liebsten wieder umgedreht wĂ€ren. Gemachte Termine sind einzuhalten, das ist einfach Fakt und Punkt.

Aber vielleicht wÀre das auch wieder nur sowas wie eine Vermeidungstrategie jetzt wo gewisse Dinge sich so in ihrem vollen Umfang zeigen und so, was wÀre da nicht leichter als einfach das unter dem DeckmÀntelchen der Pause zu vermeiden, da hin zu schauen und so, keine Ahnung.

Das ist ein verdammtes Scheiß „Spiel“ ich nenne das mal so, das passende Wort fehlt mir. Wobei Wortfindungs Störungen haben wir hier ja auch so das ein oder andere Mal.

5 Kommentare zu „… ausgelaugt …

  1. Will grade nur hier lassen, dass wir das auch nicht können. Zu sagen, was gebraucht wird…. Weil… Naja… DafĂŒr mĂŒsste man wissen was fehlt. Und vielleicht geht das deswegen nicht, weil man es unter UmstĂ€nden nie hatte und auch BedĂŒrfnisse verkĂŒmmern können. Wir scheitern schon eben an der Stelle auch seit… immer…

    GefÀllt 1 Person

    1. Aus diesem Blickwinkel habe ich das noch nie betrachtet.
      Stimmt auffallend, wie will man wissen was man braucht wenn man es nicht kennt.

      Bisher war es so was wie, was gebraucht wird ist irrelevant, ich habe nichts zu brauchen und wenn dann interessiert es ohnehin niemanden. Ich bin eher da um die BedĂŒrfnisse anderer zu stillen.

      GefÀllt mir

      1. Ja… Weil es sich nicht entwickeln durfte außer Angst und Ohnmacht… NatĂŒrlich gibt es auch anderes an Emotion. Aber das ist ja nochmal was ganz anderes als ein BedĂŒrfnis oder oder…… Und es ist einfach dann unendlich schwer da heranzukommen (zumal ja jedes Innen auch eine andere RealitĂ€t hat oder wo feststeckt)… Eine Lösung ist das nicht. Aber eine ErklĂ€rung, um sich nicht noch mehr fertig zu machen vielleicht manchmal und in dem Ganzen nicht völlig den Verstand zu verlieren. WĂŒnsche euch, dass die Ruhe auch im Innen fĂŒr einen Moment ankommen kann. Herzlich von hier

        GefÀllt mir

  2. Ich glaube, wenn man nicht weiß, was man braucht oder was hilfreich wĂ€re, kann man eigentlich nur rumprobieren.
    Schwierig nur, wenns fĂŒr den einen gut is und der nĂ€chste es mega scheiße findet und es (noch) nicht funktioniert, sich dann zu verkrĂŒmeln und den einfach machen zu lassen.
    Bei uns isses manchmal so, dass wir ‚Menschenfrei‘ brauchen und einige das gruselig finden.
    Aber wenn mans dann durchzieht und die Skeptiker merken, dass es danach besser is und wieder was geht, ĂŒberzeugt das (dann und wann 🙃)
    Kein Plan, ob das bei euch auch ginge.
    Hier klappts zumindest manchmal.
    Is aber mega zĂ€h…

    GefÀllt 1 Person

    1. 
 vielleicht ist es verstĂ€ndlich, ich versuche es mal. Es gibt Dinge, die können hier genau benannt werden. Also wenn es um FreirĂ€ume und Auszeiten geht vom Familienleben, das klappt mehr oder weniger mal gut. Da können Dinge, wie ich gehe jetzt mal alleine irgendwo hin, klar geĂ€ußert werden oder wenn man keine Lust hat gemeinsam was zu unternehmen. Das war jahrelange Arbeit zu erkennen das wir das dĂŒrfen. Oder einfach nur mal los zu gehen und sich etwas zu gönnen. Aber wenn das getan wird schleicht sich meist gleich ein schlechtes Gewissen ein, das kannste doch nicht machen, das ist egoistisch und bla. Momentan klappt noch nicht mal das irgendwie. Keine Ahnung lĂ€sst sich schwer erklĂ€ren bzw. beschreiben.

      Aber in Hinblick auf andere Dinge, lĂ€sst sich das nicht benennen, was brauchen wir um ĂŒber Dinge zu sprechen, was brauchen wir um gut durch den Tag zu kommen oder was brauchen wir im zwischenmenschlichen Bereich und so, das klappt so gut wie gar nicht.

      Manchmal schießt dann so ein Gedanke in den Kopf was man brauchen könnte oder sowas, das kann aber nicht ausgesprochen werden. Das ist dann wie eine Blockade, hinterher kommen dann VorwĂŒrfe warum man das nicht ausgesprochen hĂ€tte, ja, zĂ€h beschreibt es am besten irgendwie.

      Wenn ich jetzt sage zwischen dem Alltagsleben und so und dem inneren was da ist, gibt es signifikante Unterschiede. Ist das irgendwie verstÀndlich?

      GefÀllt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s