… Dinge die Spaß machen …

Da schießt mir gerade in den Kopf, ich könnte ja einfach auch mal ein paar Dinge benennen die Spaß machen, ja, es gibt auch mal gute Zeiten und auch mal Tage wo sich das Kopfkino nicht dreht und dreht.

Wir haben in einem Klinikaufenthalt mal Lachyoga ausprobiert, das war so ein extra Angebot nach den verpflichtenden Angeboten, da wurde sich gedacht, man könne sich das mal anschauen.

Ich muss sagen, echt, es gibt im Gruppensetting irgendwie nichts witzigeres als Lachyoga. Bei der ersten Stunde, wo ich da gewesen bin, dachte ich noch, Hilfe, das sind alles nur durchgeknallte Irre, was wird das wenn es fertig ist.

Das Ergebnis war aber echt ein Muskelkater im Zwerchfell, so viel gelacht habe ich echt noch nie und das in nur einer Stunde. Ich kann das gar nicht beschreiben, Ob das heut noch funktionieren wĂŒrde, kann ich nicht sagen. Zu der Zeit hat das gepasst und war gut. Vielleicht sollte ich mal nach einer Gruppe in der NĂ€he suchen.

Qi Gong haben wir auch mal ausprobiert, das ging nicht so leicht, sich darauf einzulassen, wĂ€re aber auch eine Überlegung wert es weiter zu verfolgen.

Man soll es nicht glauben, wir hatten sogar Spass am Ergometer. Was nicht ging waren die typischen Muggibuden GerÀte. So ein Ergometer zu Hause zu haben, wÀre was, kann man ja nebenbei sich nen guten Film anmachen und los gehts.

Was wir sonst noch sehr gerne machen, ist zu nĂ€hen, wir haben uns eine neue NĂ€hmaschine gekauft, diese stand etliche Jahre in der Originalverpackung unter unserem Schreibtisch, nach dem ersten (ich glaube es war der erste) Klinikaufenthalt haben wir die NĂ€hmaschine ausgepackt und angefangen wieder kreativ zu sein. Unsere Kreativkisten fĂŒllen sich und fĂŒllen sich aber es liegt schon wieder brach seit Monaten. Es wird immer mal wieder was angefangen und dann nicht zu Ende gebracht.

Vor 30 Jahren (wow, 30 Jahre, puh ich werde alt) haben wir unsere Gruftiekleider und UmhĂ€nge selbst genĂ€ht, fĂŒr uns, komplett ohne NĂ€hmaschine nur mit der Hand, damit haben wir uns stundenlang beschĂ€ftigen können, Taschen, die wir dann an andere verkauft haben, mit einer mittelalterlichen Kopfbedeckung einem Schapel haben wir mal angefangen, liegt halbfertig in der Schublade. Dann haben wir mal begonnen Ringe zu machen, aus Knöpfen und das auch nicht fortgefĂŒhrt aber hunderte von Knöpfen gekauft und Ideen fĂŒr die Zusammenstellung gehabt, auch nicht weiter gemacht.

Photo by Raquel Costa on Pexels.com

Malen und zeichnen, ja auch da haben wir uns mit Material eingedeckt und auch da wird angefangen und abgeborchen. Schon komisch, im Kopf sind so viele Ideen aber wenn es darum geht am Ball zu bleiben, wird das meist nichts. Es wird angefangen aber doch nicht weitergemacht. Da kommen dann Dinge in den Kopf ala, das kannst DU sowieso nicht, lass es bleiben, das sieht eh scheiße aus usw. usf.! Ob sich das irgendwann mal Ă€ndert? Sobald ich den Gedanken habe das ich es gut finde wird sofort dagegen gesteuert im innen, das kann niemals gut sein, das ist der letzte Mist und wie man nur auf die Idee kommen könnte das das auch nur Ansatzweise nach was aussehen könnte. Lass es bleiben kommt dann, dann kommt das Zeug in eine Kist, Schublade oder in den Schrank und es wird nicht weitergemacht weil man sowieso unfĂ€hig ist. Außerdem geht das so ĂŒberhaupt gar nicht, das ich der Meinung bin ich könne das und das wĂ€re gut geworden, es wird immer dran rumgemĂ€kelt, wenn andere sagen sieht aber toll aus kommt sofort ein, naja aber guck dir das mal an und da ist ein Fehler und da ist es unsauber und das sieht doch kacke aus. Ich kann das halt nicht.

Haha jetzt komme ich von Dingen die Spass machen auf ich kann das eh nicht. Bezeichnend irgendwie.

So zieht sich das halt durch mein Leben, irgendwie, aber jetzt weiß ich ja warum das so ist, aber das Wissen darum hilft auch nicht wirklich.

Das ist wie mit dem tanzen, ich habe noch nie mit meinem Mann zusammen getanzt, er kann das und will das immer mal wieder, es geht einfach nicht, es geht nicht sich einfach zur Musik sowas wie fallen zu lassen. So sehr ich das auch gerne wĂŒrde, ich krieg das nicht gebacken. Das hat ja auch wieder was damit zu tun eine Art von NĂ€he zu zu lassen. Es ist als wĂ€re da sowas wie eine Blockade. Dann muss man eben den einen Lieblingsmenschen vor den Kopf stossen, macht das und fĂŒhlt sich in dem Moment einfach nur noch schuldig und absolut schlecht. Ich hoffe ja durch die begonnene Therapie das sich das irgendwann mal auch nur ansatzweise Ă€ndert.

FĂŒr unseren Mann ist das ja auch doof, stĂ€ndig vor den Kopf gestossen zu werden, da nĂŒtzt es sicher auch nichts wenn wir immer und immer wieder betonen das es NICHTS mit ihm zu tun hat. Es geht einfach nicht. Es aber selbst zu wollen aber es nicht tun zu können, ist ein scheiß Spiel, hinterlĂ€sst scheiß GefĂŒhle und Gedanken. Es ist einfach nur zum kotzen.

Oder auf Konzerten, geht es auch nicht einfach sich mit dem Takt der Musik zu bewegen und den Körper eben einfach zu bewegen und mit in die Musik einzutauchen. Das ist wie mit einer Gruppe von Freunden weg zu gehen, man ist zwar zusammen unterwegs, aber es fĂŒhlt sich nicht so an als wĂ€re man zusammen, es fĂŒhlt sich so an wie mitten drin und doch allein. Das war z.b. noch NIE anders. Haha und dann gibt es aber auf der anderen Seite DIS Systeme die sagen man wĂ€re nie alleine das wĂ€re toll. Keine Ahnung hier fĂŒhlt sich das nicht so an, da können noch so viele andere sein im innen, trotzdem fĂŒhlt es sich an als wĂ€re man allein. Aber vielleicht Ă€ndert sich das ja, wenn man mehr Kontakt zu einander hat oder mehr miteinander kommuniziert im positiven aber das ersetzt doch nicht das andere, oder?

Das ist wie abgekoppelt und oder abgehÀngt zu sein, keine Ahnung wie ich das besser beschreiben könnte.

3 Kommentare zu „… Dinge die Spaß machen …

  1. Das mit dem „, nicht fallen lassen können“ kennen wir auch.
    auch beim Mann geht das nicht. Ihr seid also in dem Punkt
    nicht allein.
    Was das Anfangen und nicht beenden betrifft, haben wir fĂŒr
    uns ne Idee woran es liegen kann.
    Ihr seid viele und da hat nun mal auch „fast“jeder andere
    Interessen. Und wenn gewechselt wird, ist auch das malen Z.B. nicht mehr interessant, sondern man will plötzlich nÀhen oder so. So ist
    das bei uns glaube ich und das kann manchmal am Tag öfter
    sein. Das was angefangen oder nur hingerÀumt wird und zack
    schiesst was Neues in den Kopf.

    GefÀllt 1 Person

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