… das glaubt doch eh keiner …

Ja, aufgewacht mit genau diesem Gedankenfetzen im Kopf, dabei die Menschen durchgegangen, welche zu den Freunden gezÀhlt werden, so viele sind das jetzt mal nicht. Ok, es kommt ja nicht auf die Anzahl an sondern auf die QualitÀt der Freundschaft.

4 Freundinnen denen haben wir erzĂ€hlt das wir mit DIS Diagnostiziert sind. Eine davon will mit uns nichts mehr zu tun haben, hat von jetzt auf gleiche ohne jegliche ErklĂ€rung oder was auch immer uns ĂŒberall blockiert und gesperrt. Von jetzt auf gleich, ok, der hatten wir auch gesagt das es hier gerade nicht passt und wir Zeit brauchen, das wir nicht mehr so verfĂŒgbar sind wie vorher. Mehrmals die Woche hatten man sich getroffen und so. Meist sind wir zu Ihr gefahren, weil diese sehr wenig Geld hat da reichte es manchmal noch nicht mal fĂŒr eine Fahrkarte.

Diese ist selbst, schwer traumatisiert durch Gewalt in der Ehe, sie hat in fast allen Einzelheiten diese Gewalterfahrungen erzÀhlt. Da konnten wir uns abgrenzen, und versuchten zu helfen, sogar bei der Therapeutensuche und das was alles da mit dran hÀngt. Das hat sie immer dankend angenommen. Als es dann aber darum ging zu akzeptieren das wir eine Zeit einfach mit uns selbst beschÀftigt sind und das nicht mehr können, da wurden wir entsorgt, so nenne ich das mal. Mir ist klar, das dies vielleicht auch einfach bei ihr falsch angekommen sein kann aufgrund ihrer eigenen Geschichte.

Aber dieses die Möglichkeit zu entziehen einfach darĂŒber richtig zu reden, warum und wieso einem nicht zu geben, das ist das was hier unangenehm aufstösst aber es ist jetzt erstmal ok.

Unsere liebste wohnt z.b. ein paar hundert km weit weg, da ist das ĂŒberhaupt kein Problem wenn man sagt, es ginge gerade nicht, man könne geraden nicht telefonieren oder man hĂ€tte gerande nicht die Resourcen. Da ist niemand böse aber das war schon immer so, diese kennen wir seit dem Kindergarten also nun schon ĂŒber 40 Jahre, man sieht sich 1-2 x im Jahr. Dann ist das aber so als hĂ€tte man sich gestern erst gesehen. Sie selbst hat auch Gewalterfahrungen hinter sich auch als Kind und so. Sie vermutet aufgrund unserer Diagnose das sie auch DIS ist, sehr viele Ähnlichkeiten sind vorhanden, Mister X vermutet z.b. das wir diese Erfahrungen zusammen gemacht haben, allerdings taucht sie soweit nicht auf in dem was hier so erinnert wird, aber das hat ja erstmal nichts zu bedeuten. Sie war auch etliche Jahre in therapeutischer Behandlung und in verschiedenen Kliniken, wurde aber mit einer anderen Diagnose diagnostiziert, in welcher sie sich nicht sieht und ich war auch erstaunt, weil das ĂŒberhaupt nicht zu ihr passt, null.

Dann gibts da noch eine andere, die wir auch schon jetzt fast 15 Jahre kennen, kennengelernt haben wir uns in einem Erziehungsforum, stellten irgendwann mal fest, wir wohnen im gleichen Ort, haben den gleichen Musikggeschmack und bewegen uns in der gleichen Szene. Das hat von Anfang an gepasst auch als wir uns dann das erste mal getroffen haben. Auch sie ist traumatisiert durch Gewalterfahrungen. Hat eine Borderline Diagnose und war sehr lange in Therapie. Mit ihr kann ich wie mit meiner liebsten normal reden ĂŒber die Diagnose und was das heißt.

Dann ist da noch jemand, welche wir auch schon fast 15 Jahre kennen, auch sie haben wir in einem Erziehungsforum kennengelernt, wir haben uns aber noch nie persönlich getroffen. Sie wohnt aber auch etliche km weit weg. Ihr wurde das mit der DIS auch erzĂ€hlt und sie meinte sie hĂ€tte die gleiche Diagnose, wĂ€re aber fertig mit ihrer Therapie sie hat bereits in der PupertĂ€t mit Therapie angefangen. Aber groß drĂŒber reden tun wir nicht mehr ĂŒber diese Problematiken.

Die Leute vor Ort, naja Freunde, keine Ahnung, das ist so ein kommen und gehen, niemand bleibt fĂŒr lĂ€nger, hört sich doof an oder?

Dann gibt es noch ein paar andere die schon ĂŒber 20 und 30 Jahre kennt, die nicht vor Ort wohnen die wir aber persönlich kennen, die wissen da nichts von. Die Frage ist, wĂŒrden die das glauben? Also klar wenn man ĂŒber die Diagnose reden wĂŒrde, klar, sind ja alle nicht doof, denke ich, aber keine Ahnung. So wenn ich mir meinen Freundeskreis so anschaue ist das von denen die ich als Freunde bezeichnen wĂŒrde niemand dabei, der nicht irgendwelche Gewalterfahrungen gemacht hat und aufgrund dessen eben in Therapie sind oder waren. Ne, wartet mal eine ist dabei die hat keine Gewalterfahrungen gemacht die körperlich oder sexuell waren, aber dafĂŒr andere, aber sie ist nicht in Therapie.

Ist das bei Euch auch so?

Diese Menschen, kann man doch nicht mit seiner eigenen Geschichte groß belasten oder doch? Keine Ahnung, ich ĂŒberlege mir halt, glauben die das, ich meine hier wird sich ja selbst nicht immer geglaubt, wie kann man denn dann von anderen erwarten das sie einem glauben? Können wir uns ĂŒberhaupt selber glauben. VerrĂŒckt mit diesen GedankengĂ€ngen bin ich aufgestanden.

Der Mann glaubt das eher als wir, aber ok, er ist auch anders als die anderen, ne ist wirklich so.

Glaubt uns Mister X, oder tut er nur so? Keine Ahnung, das sind auch so Gedanken. Das was so im Kopf rumschwirrt an Bildern und Erinnerungen das ist so abstrus, das kann es doch gar nicht geben, das kann doch gar nicht sein, sowas gibts doch gar nicht. Wie kann man sich denn selbst glauben, klar wir recherchieren bzw. ich tue das und bin da durchaus schon auf Fotos und Dinge gestossen die massiv triggern und Dinge auslösen, aber ist das Einbildung oder ist das tatsĂ€chlich so? Man kann ja auch nicht Namen nennen wenn man sich selbst nicht glaubt. Weil das ganze einfach zu abstrus erscheint. Namen nennen damit meine ich eben in den Sitzungen, mehr wĂŒrden wir eh nicht machen. WĂ€re ohnehin sinnlos, das wĂŒrde eh niemand glauben und zweitens kommen dann ja noch die VerjĂ€hrungsfristen hinzu. Anzeigen oder sowas in der Art, das hat hier ohnehin niemand vor, weil es auch NULL bringen wĂŒrde aus o.g. GrĂŒnden, es liegen ja auch keinerlei handfeste Beweise vor. Kann es nicht auch einfach sein, das man sich das alles nur einbildet?

Das ist so ein aber ja aber nein aber ja aber nein, vielleicht, ganz sicher, nein niemals, laber keinen MĂŒll, nun hör doch mal zu, das gibt es doch nicht, ach das bildest du dir ein, guck mal genauer hin, stell dich nicht so an, dafĂŒr sind Kinder doch da usw. usf. das sind die Dinge die im Kopf abgehen und von einem zum anderen springen. WĂŒrden uns die Freunde das glauben? WĂŒrde man diese damit ĂŒberfordern und wĂŒrden sie bleiben? Hahaha, viele Gedanken die am Sonntagmorgen so im Kopf rumschwirren. Keine Ahnung warum ich das hier niederschreibe. Ich tue es einfach, irgendwie hilft das ja auch das so niederzuschreiben, besser als das still und heimlich in einem Tagebuch nieder zu schreiben. Gestern sind mir ein paar alte beschriftete Kassetten in die HĂ€nde gefallen, unterschiedliche Schriftarten, schon lustig, das ist mir frĂŒher nie aufgefallen. Aber wie auch, ach keine Ahnung worauf ich eigentlich hinaus wollte.

StĂ€ndig kreisen auch die Dinge im Kopf herum, welche Mister X sagt, Reaktionen auf die Dinge die so besprochen werden. Es arbeitet und arbeitet und arbeitet im Kopf. permanent. Aber auch das hat sich irgendwie geĂ€ndert, am Anfang fĂŒhlt sich das anders an beim denken (das hört sich ja bescheuert an ,-9) nu hab ich den Faden verloren, ich glaube eigentlich wollte ich was anderes schreiben, mh, nun gut, jetzt ist es das geworden.

Egal.

Ein Fazit kann daraus gezogen werden, wir kennen anscheinend nur kaputte Menschen. Gibt es ĂŒberhaupt noch Menschen, die nicht kaputt sind?

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