… das bin dann mal ICH …

Was bin ich und wer bin ich, das ist hier natĂŒrlich die Frage, die mich beschĂ€ftigt. Wenn man jetzt mal in doofen Begriffen schreibt, bin ich hier diejenige, die alles und auch jeden kritisiert, wenn auch nicht immer offen. Manchmal kann ich nur mit den Augen rollen ĂŒber die Dummheit auch die Dummheit einiger meiner Mitmenschen! Nein, damit meine ich nicht Familie und anderweitige Menschen die zu mir gehören im außen.

Wenn ich denken wĂŒrde, die wĂ€ren dumm, wĂ€ren sie nicht in meinem direkten und oder nahen Umfeld! Im innen oder was man da so als innen bezeichnet, da zweifele ich das ein oder andere mal ernsthaft am IQ der betreffenden. Wie kann man nur so naiv sein und wie kann man nur an das gute im Menschen glauben und glauben das gegenĂŒber wolle einem ja nichts böses. Wie naiv, bitte kann man eigentlich sein. Der Mensch an sich ist böse, wie immer Ausnahmen bestĂ€tigen die Regel. Außerdem wĂŒsste ich nicht, was nun dagegen spricht vorsichtig walten zu lassen. Das gehört zum Schutz ja auch irgendwie dazu, man sollte sich nicht von seinen Emotionen leiten lassen. Emotionen zu zeigen, damit macht man sich nur angreifbar. Das sollte man tunlichst vermeiden. Ich muss ganz ehrlich sagen, das hat frĂŒher besser geklappt als heute. Als Kind hat uns das nur in Schwierigkeiten gebracht. Also habe ich da schon gegengesteuert in sehr jungen Jahren.

Nichts gelernt oder nichts gewusst oder wie? Wie die Affen, nichts sehen, nichts hören und nichts sagen sich dann aber wundern.

Dieses Bild habe ich mal vor einiger Zeit beim laufen gemacht, als wir in einer Klinik waren, landschaftlich war das einfach nur toll, wir sind da Stundenlang immer um den See gelaufen und haben einige km abgerissen, Musik auf die Ohren, den Gedanken freien Lauf lassen, den TrĂ€nen freien Lauf lassen und die Umgebung genießen. Geht alles irgendwie. Ich mag dieses Bild und finde es ist uns gut gelungen!

Das witzige an der Sache ist, viele Menschen glauben ich wĂ€re doof oder dumm oder so, wenn die wĂŒssten was ich alles so mitbekomme und weiß, dann wĂŒrden die aber laufen und oder Dinge nicht tun oder sagen. Aber ich lasse sie doch gerne in dem glauben, das ich das nicht mitbekommen wĂŒrde.

Das absolut doofe ist, ich bekommen manchmal Dinge mit, die ich gar nicht mitbekommen möchte, wo ich mir ernsthaft wĂŒnsche, das nicht mitbekommen zu haben, aber das liegt auch daran, das ich meine Umgebung scanne immer wieder, in alle Richtungen. Immer sobald wir das Haus verlassen. Das hört sich jetzt sicher komisch an aber sobald ich etwas sehe was nicht ins Konzept passt wird das weitergegeben und jemand anderes beschĂ€ftigt sich dann damit was das bedeuten könnte.

Das passiert sogar bei Mister X, der wird von oben bis unten gescannt, jede Bewegung wird quasi analysiert. Danach folgen dann EinschĂ€tzungen, Vermutungen usw. usf.! Ich persönlich hĂ€tte mir ja keinen Mann als Therapeut gesucht, ok, das habe ich ihm auch schon mal gesagt. Er setzt leider oft irgendwelche Triggerpunkte durch seine Körperhaltung oder Bewegungen, das macht er natĂŒrlich nicht absichtlich aber das liegt einfach an seiner Anatomie. Da kann er gar nichts fĂŒr. Wobei es andere gibt die der festen Überzeugung sind er wĂŒrde das mit böser Absicht machen. Dem ist aber nicht so, da bin ich mir absolut sicher. Ich selbst kann Dinge absolut rational beurteilen eher mit dem Kopf als mit dem Herz.

FĂŒr mich ist es auch kaum zu ertragen wenn Emotionen gezeigt werden, man macht sich neben dem angreifbar sein auch noch sowas wie „nackig“ man bietet seinem GegenĂŒber genau dann eine AngriffsflĂ€che und das muss doch nun nicht sein oder?

Das gehört noch zur Klinikumgebung dazu!

Was mich manchmal Ă€rgert ist, wenn ich mitbekomme das liebe Menschen aus meinem Umfeld sehenden Auges in ihr Verderben rennen. Ich aber weiß man kann sie nicht daran hindern, wenn sie etwas tun, was nur nach hinten losgehen kann, womit sie sich selbst schaden. Das tun sie aber aus ihrer Geschichte heraus, ich sage ihnen zwar dann was ich denke und sie können das ab und nehmen es nie böse auf, denn das macht ja auch eine echte, wirklich echte und tiefe Freundschaft aus, das man sich auch mal unangenehme Dinge sagen kann ohne das das GegenĂŒber gleich weg ist. Freunde sollten sich ja nicht belĂŒgen sondern ehrlich sein, da kommt es natĂŒrlich auf den Ton an.

Aber mal ganz ehrlich, mir, also mir, wurde frĂŒher auch schon mal das ein oder andere mal von Freunden, wie auch dem Mann z.b. mal gesagt ich solle mich in Behandlung begeben, da hat sich aber jemand aufgeregt. Hust. Das haben WIR doch nicht nötig, ja, das habe ich Mister X auch schon aufs Brot geschmiert.

Das hat auch meist in der Vergangenheit super funktioniert, aber bei Mister X haut das irgendwie nicht mehr hin, ich verstehe das nicht. Das ist dann so als wĂŒrde ich ausgenockt werden ich kriege das Elend dann zwar mit kann dagegen aber nichts tun.

Ich frage mich, WIE macht er das? Wie zum Geier hat er das hinbekommen das die Masken fallen? Ich bin da noch nicht hintergestiegen. Ihm hat jemand im ErstgesprÀch / probatorischen Sitzungen schon Dinge erzÀhlt, die woanders in Monaten nicht erzÀhlt worden sind, wo NIE einer auf die Idee gekommen wÀre das zu erzÀhlen. Das war wie so ein ja, das passt vom ersten Blick an, beim ersten aufeinander treffen.

Ich persönlich begrĂŒĂŸe auch die professionelle Distanz die er zu uns hat und wahrt. Andere hingegen finden das doof. Ja, so ist das, jeder hat so seine Sichtweisen und Einstellungen, schön wĂ€re es aber doch auch wenn man sich irgendwo in der Mitte treffen könnte. Naja, schöner wĂ€re es natĂŒrlich wenn alle das so machen wie ich das möchte, aber hey, mittlerweile habe ich irgendwie schon mitbekommen, das dies nicht geht und sicher nicht der richtige Weg wĂ€re. Aber mir steht da wohl der „Kopf“ eher im Weg. Da ich wie schon erwĂ€hnt echte Probleme damit habe irgendjemand auch nur im Ansatz an uns nahe ran kommen zu lassen. Die Denke, das geht eh nicht gut ist halt da, also das Misstrauen oder andere wĂŒrden sagen Angst sich angreifbar zu machen oder Himmel gar jemand in seinem Leben irgendwie zu brauchen, ganz furchtbare Vorstellung. Das hat ja was von AbhĂ€ngigkeit und ausgeliefert zu sein, also auch irgendwie Kontrollverlust zu lassen zu können. Böse Zungen wĂŒrden das als Angst bezeichnen.

Ich finde halt auch ein Therapeut sollte sich nicht zu sehr verstricken mit den Geschichten seiner Klienten um fĂŒr sich auch SelbstfĂŒrsorge zu betreiben. Denn nur wenn er oder sie sich aufopfert und so, umso eher geht er oder sie doch auch unter und kann dann vielleicht seinen wichtigen Job nicht mehr ausĂŒben.

Ich weiß auch nicht, ob das was andere sich so wĂŒnschen nicht auch gegeben werden könnte, es fragt niemand danach. Gut ok, das mag wohl auch an mir liegen das ich da meine HĂ€nde mit im Spiel habe aber eine AbhĂ€ngigkeit von einem Therapeuten soll hier nicht vorkommen. Auch wenn es am Anfang sich anders anfĂŒhlte, ich kann sehr wohl auch fĂŒhlen und so, bin ja nicht aus Stein, Ich weiß ja das diese Beziehung zeitlich begrenzt ist und da muss man schon aufpassen. Schließlich gibt es irgendwann auch mal ein Leben nach der Therapie und wenn man dann in einer extremen AbhĂ€ngigkeit ist wie soll das dann funktionieren wenn das gegenĂŒber nicht mehr da ist?



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