… Gedanken, Überlegungen …

… momentan sind hier so viele Gedanken und Überlegungen im Kopf, das wird von Tag zu Tag mehr. So alltĂ€gliches, also ich wĂŒrde das als alltĂ€gliches bezeichnen, andere sehen das vielleicht nicht so.

Die Frage stellt sich hier oft, lohnt es sich darĂŒber Gedanken zu machen, klar der Mann, der hĂ€tte da sicher eine klare Antwort. Gewisse Dinge wĂŒrde ich einfach gerne nachvollziehen können. Verstehen können, warum das oft so ist, wie es einfach ist. Das gelingt mir nicht, ich verzettele mich dann einfach, irgendwie. Da ich dann vom 100en ins 1000e komme.

Das war aber schon immer so, soweit ich das auf dem Schirm habe. Auch frĂŒher schon als wir noch im absoluten Funktionsmodus durch das Leben liefen.

Als das Kind dann da war wurde das, was gerade so im Kopf rotiert, besonders sichtbar.

Was verbindet einen tatsÀchlich mit Menschen die man erstmal nicht wirklich kennt, die man neu kennenlernt oder neu kennenlernen kann.

Als das Kind noch mini war, fiel das besonders auf. Da hieß es immer Du musst aber zu dem Kurs gehen und zum Baby schwimmen musst Du gehen und wie, Du warst noch nicht bei einem Pekip Kurs, da musst Du Dich aber unbedingt anmelden und geh doch mal zu so einem Mutti Nachmittag, da sind so viele die so sind wie Dur.

Aha? Da sind viele die so sind wie ich? Ok, da sind viele MĂŒtter mit ihren Babys, klar. Aber sind die deswegen gleich wie ich? Ich meine jetzt mal ganz ehrlich, mein Gedanke dazu war immer, naja, klar die haben alle Minis, Minis die im alter unseres Minis sind, aber heißt das automatisch das man sich was zu sagen hat? Ich meine klar, man hat eine Gemeinsamkeit, alle die dort hingehen haben ein Kind im ungefĂ€hr gleichen Alter, aber heißt das automatisch gleich das man da hingehen muss und das man zig Kurse besuchen muss, nur weil man eine Gemeinsamkeit hat, nĂ€mlich eben ein Kind im gleichen Alter? Heißt das gleich das man auf einer WellenlĂ€ge ist und man sich automatisch gut versteht?

Ich habe das einmal ausprobiert, naja was soll ich sagen, einmal und das wars, es wurde festgestellt, ne, das passt nicht, da passe ich nicht rein, es fĂŒhlt sich jedenfalls so an als wĂŒrde ich da nicht reinpassen.

Das hat aber weniger mit den anderen zu tun, sondern ausschließlich mit mir! Das ist ja nur mein subjektiver Eindruck, der muss ja gar nicht der tatsĂ€chlichen Wahrheit entsprechen.

Deswegen bin ich da auch nie wieder hingegangen, alles drehte sich um nur ein Thema … naja klar. Ich hatte das GefĂŒhl als eigenstĂ€ndiger Mensch wird man da nicht gesehen, da ist man die Mutter von Q nicht mehr und nicht weniger.

Soll ich mal noch ehrlicher sein, es kann sein das man das natĂŒrlich missverstehen kann oder missverstehen will. Ähnlich ist das doch im Grunde bei den Menschen die an einer seelischen Erkrankung „leiden“ (extra in GĂ€nsefĂŒĂŸchen, da mir kein passenderes Wort einfĂ€llt) nur weil man z.b. eine Depression hat, heißt das ja noch lange nicht das man automatisch zu einer Gruppe von anderen Menschen passt die Depressionen haben. Klar man hat die Gleiche „Krankheit“, das wars dann aber erstmal.

Ähnlich ist es doch wenn man viele ist, das heißt ja nicht automatisch das man dann da irgendwo dazugehört wenn man zu einer Gruppe mit Menschen geht, die eben auch viele sind.

Klar man tauscht sich aus oder man nickt wenn andere etwas sagen wenn es bei einem Ă€hnlich ist, ist es nicht Ă€hnlich nickt man halt nicht. Aber heißt das denn dann im Umkehrschluss, nur weil man nicht nickt, das man das macht weil man den GegenĂŒber doof findet? Das ist doch Quatsch. Fakt ist doch einfach entweder es passt oder es passt nicht und wenn es nicht passt, ist das auch nicht schlimm. Selbst wenn man ein Ă€hnliches „Schicksal“ hat, bedeutet das nicht automatisch das man sich dann in so einer Gruppe automatisch wohlfĂŒhlt, da spielen doch noch sehr viele andere Faktoren eine Rolle.

Was ich damals schon nicht in der Klinik verstanden habe ist warum man sich dann nicht wenigstens mit Respekt begegnet, auch dann wenn es eben nicht passt. Klar, wir alle sind auch nur Menschen, und Menschen passen nun mal nicht automatisch zusammen nur weil sie Menschen sind.

Es kommt ja auch darauf an was man selbst möchte und wie man so tickt. Ich werde es in meinem Leben glaube ich nie verstehen

Das habe ich aber auch in meiner sogenannten PubertĂ€t schon nie verstanden, diese GrĂŒppchen bilden und sich gegenseitig den Bauch pinseln und so. Ich wĂŒrde gerne nachvollziehen können, warum man das macht. Ich weiß gar nicht was das fĂŒr mich hat. Gewisse Dinge erscheinen mir einfach absolut unnötig, gewisser Umgang miteinander. In der Klinik war das auch irgendwie so. Die einen gluckten da rum die anderen da rum, vorne rum super freundlich aber sobald man einigen den RĂŒcken kehrte wurde angefangen zu lĂ€stern und manchmal sogar so, das derjenige ĂŒber den abgelĂ€stert wurde das auch mitbekommen hat, warum tut man sowas?

Wenn es nicht passt, passt es nicht, das ist doch nicht schlimm. Aber deswegen kann man doch trotzdem Respekt und WertschÀtzung vermitteln.

Im Job ist das auch nochmal eine besondere Situation, da muss man irgendwie doch auch mit den Menschen auskommen, mit denen man im Team zusammenarbeitet, den Kollegen muss ich z.b. auch nicht mögen, tat ich auch bei den meisten nicht, weil sie mir absolut zu oberflĂ€chlich waren. Damit konnte ich nichts anfangen, aber trotz allem habe ich versucht den Kollegen im Kontext Job eben neutral gegenĂŒber zu stehen, denn wenn man in einem Team arbeitet kann man doch nur dann Erfolge erzielen, wenn man zusammen arbeitet anstatt gegen einander.

Arbeitet man gegeneinander verliert man das Ziel aus dem Auge, also den Auftrag und macht sich unnötigerweise das Leben gegenseitig schwer. Man sollte nÀmlich nie vergessen jeder hat so seinen Rucksack auf mit Dingen die ihn belasten, oder Probleme mit denen er oder sie zurecht kommen muss.

Damals als das Kind noch mini war, hat mich fĂŒrchterlich aufgeregt, das ich immer als Mutter von Q gesehen wurde, das wars. Ich selbst als erwachsene Frau war anscheinend nicht mehr vorhanden fĂŒr andere.

Ähnlich sehe ich das mit der Diagnose und dem Grund warum wir so geworden sind wie wir sind, warum wir viele sind. Da gibt es in der entsprechenden Bubble auch kein anderes Thema, so mein rein subjektiver Eindruck. Da passt man nicht automatisch rein, nur weil man selbst viele ist. Man gehört ja nicht automatisch irgendwo dazu, nur weil man eben eine Gemeinsamkeit hat.

Egal in welcher Blase man sich gerade bewegt, man gehört anscheinend nur dazu wenn man genau so tickt wie das gegenĂŒber es gerne hĂ€tte. Tickt man anders, ist man schon raus irgendwie. Das ist ja nicht schlimme wenn man anders tickt, man muss und kann nicht jeden mögen. Das geht auch gar nicht und meiner Meinung nach kann man auch gar nicht jeden mögen, wie soll das gehen? Was mich immer wieder erschreckt, egal in welcher Blase oder Gruppierung man sich gerade aufhĂ€lt ist dann der Umgang mit denen die anders ticken und augenscheinlich nicht mit rein passen.

Da ist man dann selbst in dieser Gruppierung zwar irgendwie dabei aber gut anfĂŒhlen tut es sich trotzdem nicht. Was ich aber noch weniger verstehen kann ist, wenn man dann aber noch nicht mal in einer dieser Gruppierungen so miteinander umgehen kann das man andere nicht verletzt oder ĂŒber sie auf die ein oder andere Art, das können einige sehr geschickt, keine Ahnung ob sie glauben das wird nicht bemerkt oder gesehen und gehört, aufregt und sie abwertet, mal mit voller Breitseite und oder durch die Blume.

Warum zum Henker tun Menschen so was? Wo ist der Mehrwert und schadet man sich selbst nicht auch damit? Sich und auch seinem gegenĂŒber, wo soll das hinfĂŒhren? Hat nicht jeder Mensch seinen Rucksack dabei? Vor allem in der Blase seelische Gesundheit die angeschlagen ist, sollte doch eigentlich jeder der in dieser Blase ist wissen was genau das auslöst und bedeutet? Sollte nicht genau da mehr VerstĂ€ndnis herrschen und mehr Vorsicht?

Wenn man aber selbst da nicht sagen kann was einen tatsĂ€chlich bewegt und wenn man nicht gerade dort sagen kann was man denkt oder wie man fĂŒhlt, wo denn dann? Wenn Betroffene schon nicht zusammen halten, auch dann, wenn man den anderen vielleicht nicht mag oder seine Art seltsam findet, oder seine Ausdrucksweise fraglich findet, wie kann man denn von Nicht Betroffenen erwarten das sie einen gut behandeln und ernst nehmen und wohlwollend gegenĂŒberstehen, wie soll das denn funktionieren? Diese frage stelle ich mir ernsthaft.

Das Argument was dann gerne angefĂŒhrt wird, ist ja, das war schon immer so? Aha, weil das schon immer so war macht es das besser? In meinen Augen nicht, das ist in meinen Augen einfach nur eine Rechtfertigung dafĂŒr das man das eben nicht Ă€ndern will, aus welchen GrĂŒnden auch immer, nicht nachvollziehbar. Das ist wie im Job, wenn man VerbesserungsvorschlĂ€ge in der Arbeitsweise hat, wenn dann das Totschlagargument kommt, das haben wir aber immer schon so gemacht, so kann man aber nichts verbessern.

Zusammenhalt heißt fĂŒr mich nicht, sich nach dem Mund zu reden. Das wĂ€re der falsche Ansatz sich nach dem Mund zu reden, sondern zuhören, verstehen was der andere meint, da nicht noch drauf hauen und abwerten und lĂ€cherlich machen oder was es da alles an Möglichkeiten gibt. Schlussendlich sitzen Betroffene doch irgendwie alle im gleichen Boot nur jeder bringt eine andere Ausstattung mit.

Vor allem sind solche Dinge ein absoluter Energiefresser. Ich glaube ich werde dies in meinem jetzigen Leben nicht mehr verstehen und nachvollziehen können. Vielleicht im nĂ€chsten Leben, wer weiß das schon. Ein Grund warum wir uns schwer tun uns irgendwo tatsĂ€chlich zugehörig zu fĂŒhlen. Unter vielen und doch irgendwie allein. Ja, so kann man das sagen. Die Frage die sich mir da stellt, liegt das tatsĂ€chlich einzig und allein an mir? Da geht es ja nicht um Schuld, sondern darum das ich das gerne einfach nur verstehen möchte, oder erkennen möchte. Reflektieren möchte und sowas.

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