… Nachrichten …

An so manchen Tagen wĂŒnschte ich mir, das es nicht so einfach wĂ€re an Nachrichten zu kommen, das diese nicht ĂŒberall prĂ€sent sind und einen quasi schon fast anschreien, das man einfach nicht an diesen vorbeikommen kann und das es nicht möglich ist sich diesem zu entziehen.

Klar, ich könnte jetzt einfach meinen Fernseher, das Radio, den PC, den Lappi, und das Handy aus dem Fenster werfen und sĂ€mtliche Social Media Accounts löschen und im Anschluss natĂŒrlich auch meinen Internetzugang kĂŒndigen.

Meine Koffer packen und auf eine einsame Insel ziehen und einen auf Selbstversorger machen. Damit man all das Grauen in der Welt nicht mehr mitbekommt.

Machhungrige Menschen hat es natĂŒrlich schon immer gegeben, das ist mir vollkommen klar, Grausamkeiten, menschenverachtende Dinge hat es schon immer gegeben, mir auch klar.

Heutzutage wird man aber regelrecht mit diesen Informationen ĂŒberflutet, ob man will oder nicht. Sobald man das Radio anmacht.

Da wo es die Vorteile gibt, gibt es natĂŒrlich auch die Schattenseiten, klar.

Was bewegt mich zu diesem Posting, was ist das Auslöser? Ich schalte den Rechner an und das erste was mir entgegenprangert als ich meine eMails abrufen will ist die Schlagzeile das in einigen Bundesstaaten der USA nun von Gesetz wegen verboten ist Abtreibungen vorzunehmen. Da wird von Gesetz wegen entscheden das Frauen nicht mehr das Recht haben ĂŒber ihren eigen Körper zu entscheiden. Gleiches ging mir durch den Kopf bei der Debatte als es um Spenderorgane ging. Das man in Zunkunft dazu gezwungen werden soll, diese Widerspruchsregelung zu beachten. In dem Moment wird mir auch die Möglichkeit genommen ĂŒber meinen Körper selbst zu entscheiden. Widerspricht man nicht ist man automatisch Organspender, das Argument man wĂ€re ja sowieso tot und dann wĂ€re das eine Organverschwendung hat mich irgendwie bestĂŒrzt. Das mag richtig sein, klar.

Da dache ich an die Menschen die gar nicht mitbekommen das es dazu kommen soll, die gar nicht die Möglichkeiten haben zu widersprechen aus welchen GrĂŒnden auch immer.

In den USA ist es noch kurioser … da wird ein Gesetz erlassen das jeder USA BĂŒrger seine Waffen öffentlich bei sich tragen darf, da will man das Lehrer sich in Schulen bewaffnen, da bekommen MinderjĂ€hrig zum Geburtstag schon ihre erste eigene Waffe, da gibt es Waffen sogar in Rosa fĂŒr die kleinen MĂ€dchen.

Wenn dann ein Mensch Amok lĂ€uft wie vor kurzem erst in dieser Grundschule ist der Aufschrei groß. Fakt ist doch das Waffen in den falschen HĂ€nden eben zu Tragodien fĂŒhren und eine Gefahr sind. Anstatt einfach mal zu hinterfragen was in einer Gesellschaft schief lĂ€uft und dafĂŒr zu Sorgen das Dinge nicht mehr schief laufen, also PrĂ€vention zu betreiben schlĂ€gt man vor das Lehrer sich bewaffnen sollen. Da kam dann die Frage bei uns auf, darf ein Lehrer dann auch seine SchĂŒler erschießen, wenn diese nicht das machen was er sagt, ich meine kann ja Notwehr sein.

Von diesen ganzen Nachrichte zu sexuellem Missbrauch will ich gar nicht erst anfangen zu reden, oder doch? Da setzen sich dann die ZustĂ€ndigen in eine Pressekonferenz und erklĂ€ren betroffen das diese neuen Greueltaten alles bisher bekannte in den Schatten stellen wĂŒrden an Grausamkeiten das sie Dinge gesehen hĂ€tten auf den entsprechenden Speichermedien, da hĂ€tten sie sich niemals vorstellen können das es solche Dinge gibt.

Ganz ehrlich, die haben keine Ahnung was es nicht alles gibt. Klar, fĂŒr sie nicht vorstellbar aber es gibt diese Dinge es wird diese Dinge immer geben, es gab sie schon immer und die Taten werden mit zunehmenden Möglichkeiten der Umsetzung immer schlimmer und schlimmer werden.

Und die Kriege die auf der Welt herrschen auch noch so ein Thema ich weiß gar nicht wie ich das alles in einem Beitrag unterbekommen soll. Dieses einteilen in FlĂŒchtlinge 1. und 2. Klasse derzeit. Ja, so sehe ich das.. Als Kinder im Meer ertrunken sind als die FlĂŒchtlinge mit Booten kamen war die Hilfesbereitschaft nicht so groß wie derzeit, wobei derzeit scheint auch da die Stimmung zu kippen. Unserer Meinung nach gibt es da keine Unterschiede, wenn jemand flieht weil in seinem Land Krieg, Verfolgung und Gewalt herrscht, dann spielt das fĂŒr uns keine Rolle aus welchem Land dieser Mensch kommt. Da werden aber anscheinend Unterschiede gemacht, warum zum Henker ist das so? Jeder der Hilfe benötigt sollte diese doch bekommen. Oder sehe ich das so falsch? Im Leid gibt es doch erstmal keine Unterschiede oder? FlĂŒchtling ist FlĂŒchtling und ja ich kann auch die Menschen verstehen die aus anderen GrĂŒnden ihr Land verlassen in denen es ihnen wirklich schlecht geht.

Ich selbst oder eben auch wir selbst, bekommen doch nicht automatisch irgendwoher mehr Geld oder mehr Hilfe in unserem Leid wenn andere diese Hilfe nicht bekommen wĂŒrden. FĂŒr uns wĂŒrde das null an unserer ganz eigenen Situation Ă€ndern. Davon gehen hier alle von aus. Deswegen freuen wir uns fĂŒr jeden der Hilfe bekommt wenn er sie benötigt! Es freut uns von Herzen. Das man sich aber dann fragt warum man selbst nicht immer die Hilfen bekommt die man benötigt, hat aber NULL damit zu tun das man es einem anderen absprechen möchte. Denn wenn andere das nicht bekommen wĂŒrden, wĂŒrde das ja nicht bedeuten das wir automatisch mehr Hilfen bekommen wĂŒrden.

Als Beispiel wenn Person X ohne Probleme eine langjĂ€hrige Therapie genehmigt bekommt ĂŒber den eigentlich vorgesehen Stundensatz, dann ist das super toll und wir freuen uns! Ändert aber nichts an der Tatsache das wir demnĂ€chst wahrscheinlich eine lĂ€ngere Therapiepause machen mĂŒssen, weil es bei uns eben nicht durchgewunken wird ohne Probleme, warum aber sollte ich dann einem anderen das nicht gönnen wenn es bei ihm oder ihr durchgewunken wird? Ergibt ja keinen Sinn, der andere kann ja NULL dafĂŒr das es bei uns nicht so ist warum sollte ich dem anderen dann vorwerfen das es bei ihm oder ihr besser lĂ€uft?

WĂŒnschenswert wĂ€re natĂŒrlich das es bei jedem gut lĂ€uft, das ist aber leider nicht die RealitĂ€t, also was kann man dann tun? Keine Ahnung, eine Lösung fĂŒr die ganzen Probleme habe ich auch nicht.

Was das neue Abtreibungsgesetz in der USA betrifft, so bin ich ernsthaft erschĂŒttert das man wieder Frauen dazu drĂ€ngt in ihrer Verzweiflung dann zu Kurpfuschern zu gehen, ihr Leben aufs Spiel setzen mĂŒssen oder das sie selbst Hand anlegen mĂŒssen und in Kauf nehmen mĂŒssen sich zu verstĂŒmmeln, weil man ihnen die Möglichkeit nimmt ĂŒber sich selbst zu bestimmen ohne sich in Gefahr zu begeben. Besonders lustig wird es wenn das von MĂ€nnern entschieden wird, die nicht ansatzweise Ahnung davon haben wie es ist ein Kind im Bauch zu tragen und fĂŒr dieses Kind sein Leben lang verantwortlich zu sein.

FĂŒr uns selbst kĂ€me eine Abtreibung nicht in Frage, vielleicht unter bestimmten Gegebenheiten. Aber ich finde jede Frau sollte ĂŒber sich und ihren Körper frei entscheiden können.

Wenn ich jetzt sage, wir konnten viele Jahre nicht ĂŒber unseren Körper selbst entscheiden und was damit passiert dann trifft es das auf den Punkt. Das ist wie so ein Schlag ins Gesicht. Nur weil man selbst da eine andere Meinung zu hat, kann man doch nicht anderen seine Meinung ĂŒberstĂŒlpen und das dann auch noch ĂŒber ein Gesetz regeln.

Über die Frage warum man es ĂŒberhaupt so weit kommen lĂ€sst ungewollt schwanger zu werden, lĂ€sst sich trefflich streiten, klar. Aber das was man sieht und mittbekommt ist doch nur ein Ausschnitt wie es dazu gekommen ist.

Ja dann werden Frauen gezwungen in die IllegalitĂ€t zu gehen, dann werden sie gezwungen Kinder auszutragen die nicht gewollt sind, die dann im schlimmsten Falle misshandelt, getötet und missbraucht werden weil sie nicht gewollt sind usw. usf.! Schrecklich, echt schrecklich. Alles was wir dazu denken wĂŒrde hier den absoluten Rahmen sprengen.

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