… außerkörperliche Erfahrungen 2 …

… ich glaube wir haben das in einem anderen Beitrag schon mal kurz angerissen, kann mich aber auch täuschen. Vielleicht kennt das jemand von Euch?

Das was ich jetzt hier niederschreibe spiegelt nur unsere eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen wieder. Als das noch regelmässig passierte habe ich mir da keine Gedanken drum gemacht, ich dachte schlussendlich das wäre normal oder eben man hätte geträumt. Rückblickend betrachtet ergibt das allerdings etwas ganz anderes.

Nämlich das, ich nenne es mal so, aussteigen aus dem eigenen Körper während einer traumatischen Situation.

Das passierte als wir kleiner waren regelmässig und auch noch später als wir bereits erwachsen waren.

Das ganze fing immer mit so etwas wie einem Körpergefühl an, so eine Art vibrieren und dann mit dem Gefühl der Körper fällt, kann aber gar nicht fallen weil er z.b. auf einem festen Untergrund lag, wie einem Bett z.b.! So als würde man seinen Körper abstreifen, wie eine Jacke die man dann zu Boden fallen lässt.

Danach kann man die Situation in der man sich gerade befand von oben aus betrachten. Man sieht also seinen Körper, der in dem Moment aber nicht wie der eigene Körper erscheint, sondern fremd und auch weitere Personen die zu sehen sind, sind einem fremd, nicht bekannt.

Als bewege man sich körperlos durch die Luft und wäre ein Beobachter von außen. Der Beobachter von außen kann sozusagen auch problemlos durch Wände und Türen, so das er diese Situation auch dann noch von oben beobachten kann wenn sich der Raum ändert, also als Beispiel, wenn der Körper und andere Personen die dazu gehören den Raum wechseln.

Das verrückte daran war irgendwie auch, das man sich selbst gesehen hat, aber nicht nur einmal sondern mehrmals in verschiedenen Positionen, als wäre der Körper sowas wie geklont worden und es gäbe mehrere von uns gleichzeitig in dieser Situation. Dann konnte man sozusagen dem Gebäude entschwinden, also der von außen beobachtende. Raus in die Freiheit und die Leichtigkeit und Sicherheit außerhalb der Situation, um dann ziellos eben schöne Dinge zu erleben.

Ich bin mir durchaus bewusst, das sich dies ziemlich irre und irgendwie auch krankhaft anhört oder sowas in der Art, für mich selbst ist das auch komisch wenn ich mich daran erinnere. Ich könnte aber genau beschreiben wie die Orte die ich gesehen haben gewesen sind, quasi 1:1 wiedergeben auch die dazugehörigen Situation, da jetzt nicht alle aber einige. Für mich war das nicht gefährlich, allerdings konnte man die Angst und ja auch die Todesangst quasi fühlen und spüren also damit ist gemeint man konnte das spüren was in dem Raum in der Luft lag, das lässt sich nicht so richtig erklären, da fehlen mir die passenden Worte.

Zu irgendeinem Zeitpunkt spürte der Beobachter (ich nenne das einfach mal so) das sich jetzt beeilt werden müsse um wieder in den Körper zu gehen, würde man das nicht tun, würde der Körper sterben, gefühlt eher als würde man selbst sterben wenn man nicht so schnell wie möglich zurück in den Körper ginge, das gab dann im Körper auch wieder so eine Art vibrieren und man würde ins bodenlose fallen Gefühl. Manchmal mit dem Gedanken das es besser wäre nicht wieder zurück zu gehen in den Körper, das wäre sicher besser, außerhalb des Körpers ist es viel schöner, sowas in der Art eben (warum und wieso das besser sein sollte, dazu habe ich keinerlei Gedanken oder Erinnerungen, das war lediglich ein Gefühl). Hin und wieder war es aber auch sowas wie ein gezwungen werden gerade jetzt wieder zurück kehren zu müssen, so als wäre man mit einer Art Band mit dem Körper verbunden, sowas wie eine Rückholleine wie bei einem Hund, um mal einen Vergleich zu setzen.

Und man erwachte wieder in seinem eigenen Bett irgendwann keine andere Personen mehr da aber der Körper fühlt sich beschmutzt, bleischwer, durchgeprügelt, oder wie vom Laster überrollt an, so als hätte der Körper gerade Schwerstarbeit leisten müssen. Erschöpft und kaputt, so als hätte man einen absoluten fiesen Alptraum gehabt aber man selbst erinnert sich nur an das aussteigen und das ganze von oben aus beobachtet zu haben. Als wäre der Beobachter stunden nicht da gewesen, keine Ahnung was in diesen Stunden passiert war, es können aber auch nur 20 Minuten gewesen sein, man hat kein Zeitgefühl.

Da wir nie Drogen genommen haben die irgendwelche Hallus oder ähnliches auslösen schließen wir so etwas aus, was ohnehin hinfällig ist das wir als 3 jährige (+ Grundschulzeit usw.) mit Sicherheit niemals freiwillig Substanzen konsumiert haben, die so etwas auslösen können, auch als Jugendlich und junge Erwachsene nicht.. Wie gesagt ich dachte lange, sehr lange das wäre absolut normal und wäre bei anderen auch so, deswegen sahen wir auch nie eine Veranlassung das anderen zu berichten. Das man Träume hat wo man fliegen kann klar, das aber was wir meinen und erlebt haben hatte aber eine andere Qualität als nur ein „schnöder“ Traum, dieses Gefühl der Körper fällt ins bodenlose, zu dem Zeitpunkt haben wir z.b. auch nicht geschlafen, das passierte im Wachzustand. Auch noch etliche Jahre nachdem wir schon zu Hause ausgezogen waren, hört sich komisch an aber je mehr wir den Kontakt zur Ursprungsfamilie mieden, umso seltener wurde das. Nun haben wir das schon seit einigen Jahren so nicht mehr erlebt. Im Grunde seit wir mit unserem Mann zusammen wohnen. Das kann auch nicht selbst hervorgerufen werden.

Wir hatten das mal bei Mister X kurz angerissen und fragten ob das normal sei, das Thema wurde nicht forciert und so etwas wurde von ihm nie gefragt geschweige denn in irgendeiner Weise angesprochen. Wir fingen einmal an ihm davon zu erzählen, er meinte nur ah, außerkörperliche Erfahrungen und er lies sich das von uns schildern! Er meinte es könne sein das wir so mitbekommen haben wir wir aus unserem Körper ausgestiegen sind, weil die Dinge die passiert waren nicht ertragbar gewesen wären. Auch das wir uns quasi mehrfach in den Räumen gesehen haben, an unterschiedlichen Standorten des Raumes, das wären quasi unsere Anteile die eben dafür da gewesen wären die Situation zu händeln, klar, klingt irgendwie schlüssig, oder?

Nun meine Frage, kennt jemand von Euch so etwas? Wenn ja, wie war das bei Euch oder habt ihr sowas nie gehabt oder erlebt oder vielleicht in einer anderen Form.

Ich bin mir durchaus bewusst, wie schräg sich das anhört, aber was solls, so war das damals bei uns bzw. mir, wobei ich gar nicht weiß ob ich der Beobachter bin oder welche Rolle ich da habe, oder ob ich das hier nur schreibe und jemand anders mir diesen Input gibt, keinen Schimmer.

13 Kommentare zu „… außerkörperliche Erfahrungen 2 …

  1. wir kennens. als eine form von dissoziation.oder der dis…keine ahnung was der fachbegriff ist.so träumen wir auch manchmal noch oder haben flashbacks. aus der Vogel Perspektive oder frontal von vorn .. sorry wir könn gerqde nichg mehr sxhreiben wollten euch bloß wissen lassen dass ihr nicht allein seid und dass ihr hoffentlich keine „ich bin nicht normal oder komisch“ Gedanken habt..ihr seid nicht allein

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  2. Man findet in der Literatur ganz viel, wenn man unter Astralreisen, Nahtoderlebnisse sucht. Da steht auch was zu der Silberschnur. Passiert manchen Menschen unter extremen Streßsituationen oder auch gewollt.
    Ich hatte mal ein Erlebnis mit meinem jüngeren Bruder. Ich wachte auf, saß auf dem Bett und sah meinen Bruder lautlos aus dem Gitterbett klettern und aus dem Raum gehen. Der kam nicht wieder von dem von mir angenommenen Gang aufs Klo und so sah ich in sein Bett und erschrak. Er lag nämlich drin und schlief fest.
    Vielleicht war ich im Halbschlaf und habe halluziniert. Keine Ahnung. Die bekannte Schlaflähmung mit Halluzinationen hatte ich jedenfalls nicht.
    Ich habe das damals dem Kinder- und Jugendpsychiater erzählt und er hat das als Wunsch, dass mein Bruder verschwinden möge, gedeutet. Geschwisterkonflikt, tiefenpsychologische oder psychoanalytische Deutung.
    Ich hab das damals als Geist des Bruders verlässt Körper und geht auf Wanderschaft gedeutet.

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  3. Ich kann das nicht so detailliert beschreiben wie du, wie es begann weiß ich nicht. Ich habe aber diverse Flashbacks, wo jemand von uns den Körper in Gewalt Situationen von oben, von vorne, hinten oder der Seite beobachtet. Es gibt eine Situation, wo man nicht sieht was geschieht, aber weiß dass der Körper hinter dem Schilf liegt…
    Für mich kommt diese Erfahrung aber immer als Flashback und das nur als einzelne Fragmente.

    Was ihr beschreibt, assoziiere ich mit Nahtod Erfahrungen.

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    1. 😘

      Das klingt aber schon ähnlich, als Flashbacks haben wir das ohne das aussteigen und zurückkommen. Wenn wir an das aussteigen erinnern dann können wir ohne jegliches Gefühl dazu die jeweilige Situation beschreiben aus der Perspektive von verschiedenen Standorten außerhalb des Körpers. Manchmal auch nur das aussteigen und das woanders sein quasi, dann erst wieder zurück. Man könnte Nahtoderfahrungen aber auch damit verbinden das es ja eben Situationen waren die nicht ertragbar waren und man diese ja dann quasi nur überleben konnte in dem sich andere Anteile dessen „angenommen“ haben, oder „entstanden“ sind. Da war man ja auch quasi nahe am Tod, weil man ja ohne die anderen die das „übernommen“ haben ja nicht hätte überleben können. Versteht Ihr was wir meinen?

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      1. Ja, verstehen wir.
        Genau bei uns ist es ohne aussteigen und zurück kommen, weil die Flashbacks sehr fragmentiert sind. Von ein und dem selben Vorfall haben wir verschiedene Flashbacks von außen aus unterschiedlichen Orten beobachtet, oder aber auch von innen aus kuckend, allerdings auch fragmentiert nur bestimmte Bereiche des Körpers wahrnehmend. Sehen und hören ist auch von einander getrennt.
        Bisher hatte ich nur wenige Kontakte zu welchen gehabt, die erinnern und erzählen. Aber jemand hat von dem Licht erzählt und geschrieben, mit diesem schönem wohligem Gefühl und der Sehnsucht dieses Licht zu erreichen – als Nahtod Erfahrung.
        Wir haben auch jemand, der den Körper von außen/hinten beobachten konnte als der Körper im Labor gearbeitet hat. Da hab ich auch arg überlegt wieso das möglich ist – das ist ja keine Trauma Situation. Aber vielleicht waren wir da emotional völlig durch, keine Ahnung. Vielleicht ist einfach nur so ein Innens, dass sonst immer als Beobachter außerhalb des Körpers war, „dank Spaltung“.
        Trauma reicht laut Literatur, aber auch unserer Erfahrung, um den Körper von außen betrachten zu können. Aber je nach Gewalt war man auch tatsächlich körperlich kurz gestorben und musste wieder belebt werden, war während dessen vom Körper getrennt und sah dann dieses Licht.
        Dieses auf „Wanderschaft“ gehen, weg vom Geschehen – das wär so ein Teil aus diesem Bereich, bevor man das Licht sieht – denk ich. Aber keine Ahnung. Könnt auch Dissoziation sein, sich „wegdenken“ an andere Orte/Welten, um auch nicht beobachten zu müssen was da grad passiert.

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      2. Klingt schlüssig! So ein Licht haben wir nie gesehen bzw. dazu gibt es keine Erinnerung. Da war nur Leichtigkeit und Freiheit als könne man die „Welt“ bereisen. Und ab einem bestimmten Punkt wird man sowas wie gezwungen zurückzukehren. Ok das könnte man als Wiederbelebungsversuch sehen. Lieber nicht, denn das würde ja heißen das wir lange Zeit regelmässig wiederbelebt werden mussten 😱😱 , also wenn es Nahtoderfahrungen gewesen sein sollten.

        Flashbacks in Bildern sind hier auch nur in Puzzleteilen und kommen in Bilder nicht so häufig vor (also bei mir nicht, wie das bei anderen ist, keinen Schimmer, da hab ich keinen Zugang zu) . Aber Im Gefühlsflashback das kann dann nicht zugeordnet werden (es sei denn man schaut sich das was gerade abgeht genau an, dann ja, aber schön ist anders, dann steuert das irgendjemand anders und ich bin nur Beobachter was gerade abgeht) und Körperflashback die wir jetzt zuordnen können das es eben solche sind.

        Zusammenhänge werden noch „gesucht“ also die Teile zusammen zu fugen. Zeitliche Zuordnungen sind auch schwierig, es wurde mal eine Lebenslinie aufgeschrieben, in einer Klinik, zeitliches durcheinander bis zu einem gewissen Alter, da konnten auch schon vor der gesicherten DIS Diagnose Übergriffe und so aufgeschrieben werden, teilweise Orte gezeichnet werden und so. Gewisse Dinge, Bilder, Erinnerungen waren schon in der Kindheit präsent aber da eher so wie in Nebelschwaden, beim jetzt darüber schreiben werden auch welche reingeworfen. Bei mir löst das eher Unglaube aus. Aber das gehört sicher irgendwie dazu so doof sich das anhört. Die Thera ist auf gewisse Dinge null eingegangen, das hat sie einfach ignoriert oder als Spinnerei abgetan, hahaha, dabei wäre es ein leichtes gewesen das nach zu prüfen. Wir wurden dann ja von jetzt auf gleich entlassen, als sie merkten das wir viele sind und das in einer Trauma Klinik die angeblich spezialisiert ist auf die Thematik, ja, auf dem Papier. Das ist ein anderes Thema.

        Da gibt es sehr prägnante und klare und verschwommene Bilder / Erinnerungen. Wenn es nicht so einen beschissenen Hintergrund hätte, würde ich glatt sagen faszinierend was da so im Gehirn / Kopf abgeht. Wenn ich dann noch überlege das ich schon immer irgendwie z.b. den Leuten erzählt habe ich könne mich wegbeamen, heute ergibt das einen Sinn, damals hab ich mir nichts dabei gedacht. Selbst in einer Klinik konnte ich lächelnd der Thera erzählen ich könne mich einfach wegbeamen aus der Situation heraus, hahaha, die hätte mal besser zu hören sollen denke ich.

        Für mich war das ja ein wegbeamen, ich habe nie geahnt das dies eben Wechsel / Dissoziationen sein könnten, wie auch, wenn man Jahre denkt das wäre normal. Wenn wir das erzählt haben, es kam meist nur so ein ungläubiges jaja. Oder das bildest Du Dir ein. Irgendwann spricht man halt nicht mehr darüber weil man glaubt man wäre bescheuert oder hätte eben eine blühende Fantasie.

        Hört sich für Unwissende eben auch einfach schräg an, ich kann das schon nachvollziehen irgendwo. Hört sich für mich auch schon schräg an. So langsam sickert es aber irgendwie durch.

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      3. Ja, sich selbst zu glauben ist schon ein Problem, erst recht wenn man oft genug durch andere gehört hat, man bildet sich das nur ein oder sei verrückt oder was auch immer…
        Ja, für Menschen die das nicht kennen, ist es nicht nachvollziehbar, für uns Betroffene aber sehr gut, schließlich kennt man das ja.
        Finde auch, es sollte Inhalt der „Ausbildung“ für Ärzte und Psychotherapeuten sein, so Sachen zu wissen, um Betroffene nicht noch mehr zu verunsichern.

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      4. Achso, ja. Das zurück gezogen werden in den Körper, obwohl man nicht will – ja klingt für uns nach Reanimierung.
        Es macht keinen Unterschied ob Tod oder nicht (sagt wer von innen), so oder so hat man das machen müssen um aushalten zu können was da passiert.

        Ganz viel Kraft euch ♥️

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