… meine Meinung, ungeschönt …

Mir ist absolut klar, das ich mit dieser Meinung sicher einige vor den Kopf stossen werde, kostet mich vielleicht auch Abonnenten oder zieht Unmut auf uns, kann sein, dann ist das eben so. Macht auch nichts wir sind eh nur ein kleines Licht so gesehen hier. Aber irgendwie macht mich das ganze wĂŒtend, traurig und auch EnttĂ€uschung macht sich breit.

Endlich mal ein Doku die nicht reißerisch daherkommt und endlich mal eine Doku die nicht transportiert das es bestimmte Traumas nicht geben könnte, die nicht transportiert, die DIS wĂŒrde es nicht geben usw. usf.

Erste Erkenntnis, die sich hier breitmacht, es gibt unter Betroffenen anscheinend doch keine echte SolidaritÀt! Klar, wie sagte unser Thera mal, das sind halt alles auch nur Menschen. Stimmt!

Immer wird geschrien vergleicht Euch nicht mit anderen Systemen und dann wird das doch selbst gemacht. Ich habe mich jetzt mal auf diversen Social Media Plattformen umgesehen welche Reaktionen zur der Doko vom ZDF gekommen sind in der 37 Grad Reihe.

Vieles davon hat mich wirklich erschreckt. Vielleicht liegt es auch einfach am Blickwinkel mit welchem Auge und mit welchem Ohr man sich diese Doko angesehen hat, klar kann man an der ein oder anderen Stelle Kritik Ă€ußern, die ggf. auch sogar gerechtfertigt ist.

Aber, es gibt fĂŒr uns ein großes Aber.

Das ist eine Doku in der es darum geht den Alltag EINES Systems zu zeigen, es geht in dieser Doko weder darum aufzuzeigen wie und wo man Hilfe erhalten kann, es geht in dieser Doku null darum zu behaupten das wenn man nicht so wÀre die dieses System das man keine DIS haben könnte.

Es geht in dieser Doku auch null darum aufzuklÀren wie eine richtige DIS Therapie zu sein hat. Um das zu beurteilen ob und wie die Sabrinas jetzt nun richtig oder falsch therapiert worden sind, fehlen einfach viel zu viele Hintergrundinfos.

Das sind reine Spekulationen und Vermutzunge, vor allem schließt man da von sich auch auf andere. Bzw. man glaubt das es nur richtig wĂ€re wie es bei einem selber ist. Da sind wir wieder bei dem vergleichen.

Es geht in der Doku auch nicht im Ansatz darum zu erklĂ€ren wie schwierig ist es Hilfen zu bekommen, wie man nun darauf schließen könnte das die Sabrinas diese vielen Hilfen, die sie haben so mal locker flockig aus dem Ärmel heraus bewilligt bekommen haben ist fĂŒr uns in der Doku auch NULL ersichtlich. Auch das sind reine Spekualtionen und Vermutungen.

Hört doch einfach wirklich auf Euch mit anderen System zu vegleichen!

Hier wird der Hut gezogen vor den Sabrinas, sich genau so zu zeigen im TV, das macht angreifbar und verletzbar und genau das geschieht meiner Meinung nach, ich möchte nicht wissen was diese ganzen negativen Kritiken bei ihr auslösen können.

So steht eigentlich geschrieben nach wie vielen Jahren Therapie man zu sein hĂ€tte? Was man alles geschafft haben mĂŒsste? Wenn wir jetzt verlgeichen wĂŒrden und sagen wĂŒrden wir haben es selbst auch nach zwei Jahren Therapie noch nicht geschafft eine Innenkommunikation herzustellen die passend ist, sind wir dann falsch therapiert? Taugt der Therapeut nichts? Hat der Keine Ahnung, was wĂ€re wenn wir das in drei Jahren immer noch nicht können? Was wĂ€re wenn wir in drei Jahren immer noch Amnesien haben und noch immer nicht Zugang zu allen haben.

Was wĂ€re wenn ein destruktiver Anteil gar nicht therapiert werden will? MĂŒsste man ihn dann dazu zwingen weil man darf ihn ja nicht verstekcne oder sowas wie ignorieren? Woher will denn ein Außenstehender wissen warum und wieso ein sogenannter destruktiver Anteil nicht behandelt wird? Kann man ĂŒberhaupt Anteile zwingen sich zu zeigen und sich behandeln zu lassen? Wie soll das gehen? Wie lange wĂ€re es dann angemessen in einer Therapie zu sein?

Das sind alles so fragen die hier aufkommen, wir haben wirklich seltsame Reaktionen auch bei FB gelesen. In der Doku geht es doch NULL darum anderen Systemen ihre Berechtigung abusprechen weil sie ebe nicht so sind wie im gezeigten Beispiel?

Wir sind der Meinung es ist gar nicht wirklich möglich alle Facetten von jedem System zu erklÀren und zu veröffentlichen es wird immer Systeme geben auf die Dinge nicht passen.

Uns fehlen da viel zu viele Hintergrundinfos, aber was will man in 30 Minuten auch packen? Was war das Ziel der Doko? Wir sehen das so, das Ziel war ein DIS System zu zeigen, was NICHT rĂ€presentativ fĂŒr alle Systeme steht.

Ein guter Anfang, welcher ausgebaut werden kann und sollte. Es wird sich immer jemand nicht gesehen fĂŒhlen, davon gehen wir aus. Da es gar nicht möglich ist das so zu transportieren da jedes System anders ist, jedes System einen anderen Funktionsmodus hat und jedes System eine andere Anzahl von Anteilen hat und es dann vielleicht noch einen großen Unterschied macht ob das nun ein System ist was durch Zufall entstanden ist oder was eben gemacht worden ist, wie will man allen gerecht werden? Diese Frage stellt sich hier, geht das ĂŒberhaupt?

Ich zitere hier einfach mal die Videobeschreibung:



Zitat Anfang.:

Das Krankheitsbild „Dissoziative IdentitĂ€tsstörung“ wird so definiert, dass mindestens zwei verschiedene PersönlichkeitszustĂ€nde vorliegen, die abwechselnd Kontrolle ĂŒber das Verhalten eines Menschen ĂŒbernehmen. Dazu treten oft gravierende ErinnerungslĂŒcken auf.

Zwölf verschiedene Persönlichkeiten

Ihre zwölf Persönlichkeiten bringen Sabrina immer wieder in herausfordernde Situationen. Die jĂŒngste ist ungefĂ€hr ein Jahr alt, dann gibt es eine VierjĂ€hrige, die sehr hĂ€ufig im Alltag da ist, bis hin zu erwachsenen Persönlichkeiten. Jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter, unterschiedliche Hobbys und FĂ€higkeiten. Im Alltag bedeutet das oft Konflikte und Chaos. Ein Ausflug in den Wald, ein Einkauf am Kiosk – Sabrina weiß nie, was sie erwartet. Jederzeit kann es zu einem Persönlichkeitswechsel kommen.

Um solche Situationen in den Griff zu bekommen, hat die ehemalige Lehrerin verschiedene Hilfssysteme fĂŒr sich entwickelt. In ihrer KĂŒche hĂ€ngen detaillierte TagesplĂ€ne, die helfen, den Alltag zu strukturieren; außerdem Piktogramme, damit sich auch die kindlichen Sabrinas jederzeit orientieren können. Seit ihrer Diagnose vor rund zehn Jahren hat Sabrina einen Weg gefunden, offen mit ihren Persönlichkeiten umzugehen. Das Ergebnis: ein Leben im stĂ€ndigen Kompromiss.

Psychische Erkrankungen in Deutschland

In Deutschland leidet fast jeder dritte Mensch laut Bundesgesundheitsministerium im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung. Eine davon ist die „Dissoziative IdentitĂ€tsstörung“. Verschiedene Studien gehen fĂŒr diese Erkrankung von einer PrĂ€valenz von 0,5 bis 1 Prozent in der Gesamtbevölkerung aus. Damit tritt sie Ă€hnlich hĂ€ufig auf wie Schizophrenie.

Prof. Dr. Ulrich Sachsse, Facharzt fĂŒr Psychiatrie und Psychotherapie, beschĂ€ftigt sich seit 1989 mit dem Krankheitsbild: „Auslöser sind meist schwere, traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Um UnertrĂ€gliches ertrĂ€glich zu machen, werden diese Erlebnisse abgespalten. Ein wichtiger Schutzmechanismus, um zu ĂŒberleben, der sich bei wiederholter Traumatisierung jedoch verfestigen kann. So entstehen eigenstĂ€ndige Persönlichkeitsanteile.“

„37°“ geht der Frage nach, wie es sich anfĂŒhlt, zu zwölft in einem Körper zu sein. Und ob es „zu zwölft“ ĂŒberhaupt möglich ist, dauerhaft Freundschaften zu schließen.

Zitat ENDE

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