… wenn die Angst einen zerfrisst …

Seit Tagen kÀmpfen wir hier mit der Angst, keinen Schimmer ob die Angst vor der Angst da auch noch mit reinspielt, ich vermute es.

Es rattert seit Tagen im Kopf und wird je nĂ€her die Situation rĂŒckt schlimmer um schlimmer. Hinzu kommt das GefĂŒhl des nicht wirklich ernst genommen werden. So als wĂŒrde das Umfeld denken, man solle sich nicht so anstellen. Haha, diese Gedanken schwirren auch bei uns im Kopf herum.

Es steht ein Termin an, bei dem wir dabei sein mĂŒssen und bei dem wir auch dabei sein wollen! Da beinhaltet eine mindestens 6 stĂŒndige Autofahrt! Der Ort ist nicht mit den Öffis erreichbar, mitten im nirgendwo quasi, also die Möglichkeit mit dem Zug hin zu fahren, fĂ€llt schonmal weg, das ginge eine Teilstrecke. Auf der anderen Seite will ich Mann und Kind auch nicht ein StĂŒck alleine mit dem Auto fahren lassen.

Alleine bei dem Gedanken in ein Auto einsteigen zu mĂŒssen löst das hier schon Brechreiz und unklare Panik aus. Autos sind fĂŒr uns Waffen! Wir haben ein Wissen warum und wieso das so ist,

Zu wissen das dies mit dem hier und jetzt nichts zu tun hat, nĂŒtzt uns leider nichts. Sobald wir in einem Auto sitzen und das auch noch gar nicht los gefahren ist, löst das schon Panik und real gefĂŒhlte TodesĂ€ngste aus.

Uns ist klar, dass viele das nicht nachvollziehen können. Es lÀsst sich auch sehr schwer in Worte fassen und erklÀren. Zumal der Zugang dazu nicht vollstÀndig vorhanden ist.

Bei der letzten lĂ€ngeren Fahrt war es uns z.b. auf dem RĂŒckweg fast nicht mehr möglich wieder in das Auto einzusteigen, der Mann musste einen Stopp machen. Es ging fast nichts mehr. Wir wĂ€ren auf dem Parkplatz sitzen geblieben, das war aber keine Option.

Das war fĂŒr uns ein Höllentrip ĂŒber mehrere Stunden. Runter regulieren und sich immer wieder sowas wie vorbeten, das ist nicht gefĂ€hrlich, es passiert nichts, im hier und jetzt besteht keine Gefahr, nichts wird passieren, wir sind in Sicherheit und all das brachte nicht viel. Das verstĂ€rkte das was da war nur noch mehr.

FĂŒr den Mann der ja fĂ€hrt auch absolut keine schöne Sache, sondern kann ja auch gefĂ€hrlich werden, so jemandem dann im Auto sitzen zu haben, der unter Strom steht und das nicht kontrollieren kann obwohl es so gerne gewollt wird, das im Griff zu haben.

Da sitzen Drohungen von frĂŒher tief im innen fest, die sich breit gemacht haben. Autos sind Waffen, damit werden Menschen getötet und dann sieht es wie ein Unfall aus aber es war kein Unfall, versteht einer was ich meine?

Das klingt so abstrus aber das sitzt so tief in uns, diejenigen welche das betrifft schwemmen dann all die GefĂŒhle und Gedanken und Reaktionen unkontrolliert an die OberflĂ€che, nicht in der Lage das in Worte zu fassen, wie auch Minis haben ja oft noch gar keine Worte fĂŒr das was sie erleben und fĂŒhlen. Klar, das war auch bereits Thema bei Mister X, aber das lĂ€sst sich nicht einfach auflösen.

Sich wĂ€hrend der Fahrt weg zu beamen, also bewusst das herbei zu fĂŒhren, funktioniert auch nicht, dieses in sich hinein sprechen und jemanden bitten das zu ĂŒbernehmen funktioniert auch nicht. Medikamente werden auch nichts bringen. Haha vielleicht sollten wir uns selbst sedieren im Auto. Kleiner Scherz.

Vielleicht nehmen wir eine Bratpfanne mit und wenn es zu schlimm wird haut der Mann uns damit eine auf den Kopf ist auch sowas wie eine Sedierung, sorry fĂŒr den Sarkasmus. đŸ€Ł

Vielleicht sind wir aber auch selbst schuld daran, weil wir ja z.b. selbst kein eigenes Auto haben und auch nie einen FĂŒhrerschein machen wollten, wir haben da immer Ausreden fĂŒr gefunden, warum das nicht geht und warum man kein Auto brĂ€uchte. Vielleicht hĂ€tten wir ĂŒber die Jahre ja lernen können das zu schaffen? Vielleicht sind wir selbst schuld weil wir halt so gut wie nie Auto fahren? Vielleicht mĂŒssen wir uns auch nur einfach zusammen reißen, vielleicht stellen wir uns auch nur einfach an?

Der Mann selbst fĂ€hrt gerne Auto und unsere Ängste haben absolut nichts mit dem Mann zu tun! Uns ist klar der wird uns nicht an die Wand fahren in voller Absicht, uns ist klar, der kann Auto fahren und fĂ€hrt auch so, dass er seine Familie nicht gefĂ€hrdet, all das ist uns sowas von klar. Aber das Wissen darum nĂŒtzt in dem Falle nichts, ist das nicht verrĂŒckt?

Ich wĂŒnschte wir hĂ€tten das ganze schon hinter uns gebracht. Einzige Alternative wĂ€re ich bleibe einfach zu Hause. Aber das geht nicht! Das wollen wir auch nicht. Also was tun? Aushalten, Augen zu und durch?

Es ist gelinde gesagt einfach nur zum kotzen!

Vielleicht kriegen wir das ja auch super hin? Vielleicht wird das gar nicht so schlimm wie befĂŒrchtet und alles ist ganz easy, immerhin sind wir ja auch schon sein StĂŒck weiter in der Entwicklung wie vor einem Jahr, manche Worte von Mister X hallen ja auch nach und sind prĂ€sent und haben vielleicht auch andere erreicht ohne das es mir wirklich bewusst ist? Vielleicht mache ich mir auch unnötig einen Kopf und das geht alles doch besser als es sich jetzt anfĂŒhlt? Wer weiß das schon, keinen Schimmer, ich werde es sehen. Doof nur das zur Zeit Therapieurlaub ist fĂŒr die nĂ€chsten Wochen, also muss ich erstmal zu sehen das irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Vielleicht ist es auch nur einfach die Angst vor der Angst die gerade die Oberhand hat?

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