… Überlegungen zu Spaltung verschlimmern …

Gestern haben wir in einem Forum gelesen, das man die eigene Spaltung verschlimmern wĂŒrde, wenn es Anteile im System gĂ€be, die keinen Namen hĂ€tten. Ein anderes System sagte wenn Anteile keine Namen hĂ€tten wĂ€ren diese wohl keine vollstĂ€ndigen Anteile. Wenn man diesen Anteilen einen Namen geben wĂŒrde, wĂŒrde man die Spaltung nur noch verschlimmern und eine Integration wĂ€re dann schwieriger.

Da stellt sich MIR die Frage, wer im System bestimmt eigentlich was ein richtiger Anteil ist und was nicht? Wenn dieser Anteile einen Namen möchte, dann sollte man ihm keinen geben weil er ja kein richtiger Anteil ist? Ist das nicht sowas wie ĂŒbergriff? Dann wĂŒrde man diesem Anteil ja sagen Du bist nicht richtig, du bist es nicht wert einen Namen zu bekommen, wenn man dir einen Namen gibt verschlimmern wir das ganz bloß. Bevor das einer missversteht, mir ist klar wie per Definition Anteil gesehen wird, das steht außer Frage, aber ein Fragment z.b. ist ja auch ein Anteil und wenn dieses Fragment z.b. in der Therapie nach vorne kommt und spricht, ist es dann eigentlich ein Fragment oder nicht doch ein Anteil welcher auch nach vorne kommen kann und die Kontrolle ĂŒbernimmt durch das nach vorne kommen.

Wein ein Anteil jetzt nur im innen agiert hat, ist es dann kein Anteil? Oder ein schlafender Anteil der Jahre nicht vorne war, der gar nicht weiß das wir jetzt 2022 haben beim nach vorne kommen, weil er oder sie aufgewacht ist.

Mir ist klar das jeder da so seine Ansichten hat, aber einem Teil in sich der auch mal nach außen tritt, zu sagen er wĂ€e nicht richtig bzw. nicht vollstĂ€ndig und benötige keine Namen, ist das nicht sowas wie TĂ€terverhalten?

Die Sache ist doch, jeder Anteil der sich zeigt ist doch wichtig fĂŒr das System ansonsten wĂ€re dieser Anteil doch gar nicht da, auch diese Anteile haben doch das Überleben gesichert, oder bin ich da auf dem Holzweg?.

Ebenso sind wir darĂŒber gestolpert das es dann auch schwieriger werden wĂŒrde zu integrieren. Das wĂŒrden auch viele Therapeuten so sehen und die Forschung vĂŒrde auch in diese Richtung gehen. Geht sie? Echt? Man wĂŒrde mittlerweile davon abkommen Anteilen die keine Namen hĂ€tten einen zu geben, das wĂ€re nicht gut und nicht richtig, ja, ist es das?

Bei uns gibt es viele die keinen Namen haben oder eben auch sagen das sie ihren Namen niemandem mitteilen wollen, mit der BegrĂŒndung, wer ihren Namen kennen wĂŒrde, der hĂ€tte auch Macht ĂŒber sie. Das wolle man nicht.

Mister X sagt es wĂŒrde es einfacher machen, wenn diese Anteile einen Namen hĂ€tten, sie könnten ja mal darĂŒber nachdenken ob sie einen möchten, wenn nicht auch ok, unsere Entscheidung. Ist das nicht die Entscheidung eines jeden Systemes bzw. im besten Falle die des entsprechenden Anteiles egal wie oft dieser vorne ist oder nicht.

Ok, wir mĂŒssen keine Namen suchen oder ĂŒberlegen wie die Namen sind, die tauchen einfach plötzlich aus dem Nichts heraus auf.

Klar macht das die Kommunikation im innen wie auch in der Therapie schwieriger, jemanden mit hey DU oder so anzusprechen ist natĂŒrlich irgendwie naja auch nicht gerade respektvoll und auch nicht höflich.

WĂŒrde man eine gewĂŒnschte Integration schwerer machen, wenn man jetzt Anteilen die wirklich keinen Namen haben einen Namen gibt? Da stellt sich MIR die Frage, Anteile miteinander integrieren, also bewusst als Therapieziel, ICH dacht davon wĂ€re man mittlerweile auch abgekommen. Wenn es passiert, passiert es. Kann ja auch passieren das sie sowas wie verschwimmen.

Wenn ein anderes System das als Ziel hat ist das vollkommen ok, denn das Therapieziel setzt sich ja jedes System fĂŒr sich selbst und nicht jemand im außen, schon gar nicht der Therapeut, das fĂ€nde ICH ĂŒbergriff.

Hier gab es das mal zu Beginn der Therapie das sich jemand lauthals darĂŒber beschwert hat und meinte mit Mister X wolle nicht gesprochen werden, denn wĂŒrde ja nur wollen das sie verschwindet und er wolle sie nur eliminieren durch eine Integration aus dem Grunde macht sie nicht mit. Er hat dann lang und breit erklĂ€rt das dies nicht sein Ziel wĂ€re, sondern das Ziel wĂ€re das was WIR wollen und er wĂŒrde uns dabei begleiten und unterstĂŒtzen.

Man kann ja niemanden zwingen, wie soll das gehen?

Hahaha, vor einiger Zeit hat mal jemand von uns Mister X gefragt ob es nicht möglich wĂ€re sich einen anderen Körper zu suchen, man wĂŒrde mit den anderen nicht klarkommen, man wĂŒrde die anderen nicht mögen. Ob es keine Möglichkeit gĂ€be das System zu wechseln.

Ich habe dazu so ganz viele Gedanke die mir im Kopf rumgehen. ICH sehe das also nicht so, dass man die Spaltung verschlimmert, wie kann man denn jemandem sagen er benötige keinen Namen? Wie kann ein außenstehender denn sagen mach das nicht du machst das nur noch schlimmer? Das verunsichert doch nur noch mehr oder?

Vielleicht bin ich da aber einem Irrtum auferlegen?

5 Kommentare zu „… Überlegungen zu Spaltung verschlimmern …

    1. Es scheint aber Therass zu geben, die genau das ihren Klienten/Innen erzĂ€hlen und Systeme zu geben die das auch so sehen, wie kann das denn dann ein Mythos sein? Klar, man könnte sagen diese Personen sehen das so, das kann sein, aber es wird ja keine Lebensgeschichte und keine Erinnerungen in diesen Anteil gesteckt nur weil man diesem einen Namen gibt. Was da ist, ist da! Hier gibt es welche die sagen sie haben keinen Namen verdient, sie wĂ€ren wertlos und das was wertlos ist hĂ€tte kein Anrecht auf einen Namen, da sie sich als wertlos betrachten. Genau so wird das auch gesagt, genau so hĂ€tten sie das gelernt. Wenn man diesen jetzt einen Namen geben wĂŒrde oder sie einen Namen aussuchen lassen wĂŒrde, wĂ€re das doch keine VerstĂ€rkung der Spaltung sondern der Hinweis darauf das sie eben nicht wertlos sind!

      Edit: Ich finde das sollte jedes System fĂŒr sich selbst entscheiden dĂŒrfen, ob Namen gegeben werden oder nicht, wenn tatsĂ€chlich keine vorhanden sein sollten. Denn es gibt ja diesen Anteil, ob nun mit „großer“ Funktion oder mit „minimaler“ Funktion.

      GefÀllt mir

  1. Muss doch jeder so handhaben wie es sich richtig anfĂŒhlt, das können Therapeuten doch eh nicht kontrollieren was wirklich passiert, schlimmstenfalls wirds dann vorm Therapeuten verheimlicht.
    Wenn ein Anteil ein eigenes SelbstgefĂŒhl hat dann ist das doch die Spaltung, was soll Name oder nicht da verĂ€ndern, hier gibt’s sogar einen kleinen Anteil mit ausgeprĂ€gtem selbstgefĂŒhl ohne Namen der sich als Ich empfindet und sich auch erkennt, aber nicht sagen könnte wer sie ist, wo ich aber Bezeichnungen fĂŒr habe zum sortieren, jeder Versuch namen zu vergeben ist gescheitert und wird von dem Teil nicht angenommen, obwohl ich das schön gefunden hĂ€tte, bei anderen die sich stark angenĂ€hert haben werden Namen plötzlich unwichtig, ganz von allein, parallel zum verĂ€nderten selbstgefĂŒhl
    Kommunikation geht auch ohne Namen, Thera werden die auch allenfalls mal nachtrÀglich genannt, nie wenn was da ist, das stresst viel zu sehr, sie akzeptiert es

    GefÀllt 1 Person

    1. Richtig, jeder sollte das fĂŒr sich so handhaben wie es sich gut anfĂŒhlt. Wobei einen Namen vergeben fĂ€nde ich doof, wenn ein Anteil keinen Namen hat und keinen möchte alles tutti! Wenn ein Anteil der keinen Namen hat aber einen möchte, dann kann er oder sie sich ja ĂŒberlegen welcher passen könnte, wenn keiner vorhanden ist. Klar geht Kommunikation auch ohne, ist hier ja auch öfters so! Entweder ist einer da, der nicht gesagt werden soll oder es ist keiner da dann ist das halt so, auf Teufel komm raus Namen suchen, wozu? Entweder es passt oder es passt nicht, das was da ist ist da!

      GefÀllt 2 Personen

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