… mir tut echt alles weh …

Schon krass, aufgestanden und es fühlt sich an als würde jede einzelne Faser des Körpers weh tun. Der Rücken insbesondere, wir haben diese Woche noch Yoga, ich bin drauf und dran abzusagen. Habe aber festgestellt je länger wir das machen, also das Yoga, umso besser fühlt sich auch der Körper an bzw. bestimmte Körperstellen die Dauer verspannt sind.

Es hatte ja jemand Probleme mit dem Yoga, das konnte auch geklärt werden irgendwie, keine Ahnung wie aber seit der Klärung wurde es besser. Ok, koordiniert kriegen wir das auch noch nicht, also Atmung und Körperbewegungen. Das wird schon. Es macht aber auch sowas wie Spaß also tut schon gut und in Anbetracht der Tatsache das dies nicht teuer ist sondern eher so zum „Schnäppchenpreis“ angeboten wird, ist das auch gut, denn bei mehreren hundert Euro, was so ein Kurs normalerweise kostet in einem normalen Yogastudio, das könnten wir uns nicht leisten.

Es ist auch nicht das Gefühl dort man müsse jetzt eine Leistung erbringen, wenn man mit einer Übung nicht klar kommt, dann ist das so, man kann jederzeit rausgehen und wieder reinkommen, wenn man sich verspätet, verspätet man sich auch kein Problem. Was uns hier echt schwer fällt, also naja, wir kennen das eher so m an MUSS immer püntklich sein sonst gibt es Ärger und sowas halt. Was auch eine Erwartungshaltung an andere ist, Unpüntklichkeit ein No Go aber mittlerweile hey, dann ist das eben so, warum abhetzen, wenn man zu spät dran ist, ist man zu spät dran, kann man ja manchmal gar nicht beeinflussen, Stau oder eben auch Verspätung der Öffis und schon hat man es nicht mehr selbst in der Hand. Am Anfang wird kurz darüber gesprochen wie es einem so geht (auch da muss man nichts sagen) und je nach Stimmungslage der „Gruppe“ sind wohl die Übungen angepasst.. Eine Gruppe extra für traumatisierte Frauen.

Ich habe noch nicht rausgefunden ob da welche bei sind, die auch eine DIS haben. Wobei das auch egal ist. Ich habe es gewagt der Yogalehrerin von unserer Diagnose zu erzählen. Sie hat aber nicht den Eindruck gemacht als würde sie das schocken oder als würde sie glauben das gäbe es nicht, ok, es ist ja so ein Zentrum für Traumatisierte Frauen, was soll die da auch schocken? Der Mann fragte nur warum ich das gemacht hätte, naja, das Bedürfnis war da, ist auch die erste Fremde der das erzählt worden ist. Es erschien nicht gefährlich und wenn mal was sein sollte, dann weiß die gute Frau Bescheid. Die haben auch noch andere Angebote, und preislich ist das alles angepasst irgendwie, sie meinte, viele die da sind haben eben nicht die entsprechenden finanziellen Mittel um viel Geld für solche hilfreichen Angebote zu zahlen.

Einige von den Frauen, welche dort mitmachen sind auch bereits berentet, das krasse ist da sind welche bei die wesentlich jünger zu sein scheinen als wir. Bestimmt so 10-15-20 Jahre jünger. Andere hingegen arbeiten noch und andere fangen gerade im Berufsleben an. Keiner glotz blöd und es fallen auch keinen doofen Sprüche und was man sonst noch so erlebt. So als wenn jede die andere so nimmt wie sie ist, ob nun dick, dünn, alt, jünger oder mit anderen „Besonderheiten“. Also es fühlt sich sowas wie richtig an, dorthin zu gehen. Gut ok, wir sind auch nicht auf der Suche nach neuen Freundschaften oder Kontakten. Sollte sich im Laufe der Zeit da irgendwas ergeben, dann ok, aber es wird nicht vorangetrieben, wir sind viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt irgendwie als das zu forcieren.

Aber es macht auch Spaß und danach fühlt sich das auch nicht an als wäre es anstrengend gewesen sondern eher so was wie entspannt, aber das ist ja sicher auch Sinn des Ganzen. Wobei einige Übungen an sich schon anstrengend sind, ok wir sind auch nicht besonders fit und so und das zu viel an Gewicht hahahaha, machen bestimmte Verrenkungen auch nicht einfacher. 😅. Es gibt aber keine doofen Blicke oder Sprüche oder was auch immer, wenn man es nicht schafft oder eine Übung eben nicht mitmacht. DAS find ich gut. So entsteht eben auch kein Druck außen der sich ins innen überträgt. Jede in ihrem Tempo und so wie sie es kann! 💪👍👍

Ich überlege ob ich nicht noch versuche einen Platz in der Kreativgruppe zu bekommen, mal schauen. Es gibt da auch noch eine Selbsthilfegruppe zur kPTBS, vielleicht wäre das auch etwas, die Nr. haben wir hier schon rumfliegen, aber angerufen wurde noch nicht. Das ist halt so eine Sache, da denk ich mir, naja, nachher ist da noch jemand dabei den wir kennen und dann müsste man ja auch Gesicht zeigen und mit falschem Namen kann man da ja auch nicht auflaufen und wer weiß wie das da von statten geht, ob da über die Trauma und so geredet wird, was da für andere Leute sind, keinen Schimmer, aber wir könnten dort anrufen und mal gucken ob das was wäre für uns. Auf der anderen Seite vielleicht wäre das hilfreich? Keine Ahnung. Zeit haben wir ja genug durch die Berentung. Die Frage ist aber auch, zu viele Termine auf einmal ob das nicht irgendwann zu viel werden würde? Mh. Denn wir sind ja so drauf, wenn wir irgendwo uns anmelden dann muss das auch durchgezogen werden, auch dann wenn es irgendwie nicht geht, das ist so ein innerer Druck, das man Dinge die man anfängt auch eben dann macht, wie hoch ist die Gefahr dann Dinge trotzdem zu machen obwohl es eigentlich zu viel ist? Aber wie will man aus dem Teufelskreis rauskommen? Geht das nicht durch Struktur und Dinge zu tun, die einem gut tun, also ist das nicht auch förderlich? Vielleicht wäre das auch ein Lerneffekt sich klar zu machen, das man auch eben absagen DARF wenn es einem nicht so gut geht oder wenn es einem zu viel ist gerade? Könnte das den eigenen Prozess nicht verbessern, also zu lernen für sich selbst irgendwie zu sorgen und nicht immer nur sowas wie funktionieren zu müssen?

Auf der Arbeit war das ja auch ein Lernprozess, wir sind oft zur Arbeit gegangen obwohl wir krank waren, das hat echt Jahre gedauert bis wir davon abgekommen sind. Also wenn wir krank waren sind wir irgendwann auch eben tatsächlich nicht zur Arbeit gegangen. Hier rede ich nicht von ein bissel husten oder einer leichten Schnodder Nase, sondern von wirklich krank sein. Zum Schluss haben wir echt alles mitgenommen, an Infektionen von anderen, aber da ging es uns ja nicht gut also waren wir halt auch eher anfällig dafür. Naja, das Problem haben wir ja jetzt nicht mehr. Ich habe gemerkt das wir seit wir nicht mehr arbeiten müssen, das wir nicht mehr so häufig krank sind. Das ist eine absolute Entlastung zumindest körperlich, naja seelisch auch irgendwie, denn das Arbeitsklima war unterirdisch. Wie haben wir das bloß die vielen Jahre überstanden und mitgemacht? Heute nicht mehr vorstellbar.

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